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Einige Jahre nach meinem letzten Unitag und um einige Erfahrungen reicher war es letzte Woche so weit. Nicht nur formal auch praktisch bin ich wieder Student. Ja mit 30.

4 Tage Uni liegen heute hinter mir. Hätte mir jemand vor einer Woche gesagt, dass das extrem intensiv und anstrengend wird, hätte ich es nicht wirklich geglaubt. Drinnen sitzen bissl zuhören und ab und zu was sagen. EASY! Tatsache ist, dass ich jeden Abend mit Kopfweh heim gegangen bin weil es doch nicht so leicht und locker war. Naja das mit dem leicht und locker scheint ein durchgängiges Grundproblem bei mir zu sein. Im seltensten Fall trifft es leider zu.

Was nehme ich aus den ersten Tagen mit?

Uni ist toll aber auch richtig anstrengend vor allem aber tut es gut seinen Kopf mit neuen Ideen zu füllen. Es beflügelt, sich mit anderen auszutauschen und gute ProfessorInnen reden zu hören.

Es ist verdammt schwierig so lange sitzen zu bleiben. Am Abend war es dann wirklich dringend nötig Bewegung zu machen. Anscheinend bewegt man sich im Büro doch öfter, zumindest öfter als auf der Uni. Zum Ende hin war es wirklich kaum mehr erträglich. Blödes RLS…

Wenn man nach einigen Jahren Berufserfahrung wieder das Studieren anfängt hat das eine ganz andere Qualität. Viele Dinge kann ich jetzt aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Ich habe das Gefühl, dass es mich richtig weiterbringen wird. Nicht nur auf das Berufsleben bezogen. Vor allem denke ich dabei an meine persönliche Entwicklung.

Ich bin schon sehr gespannt wie sich das Ganze in den nächsten zwei Jahren weiter entwickeln wird.

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12 Kilometer

Laufen im Prater
Laufen im Prater

Am 29.05.2015 habe ich mir den rechten Knöchel gebrochen. Auf meiner Laufstrecke im Wald beim Prater. Das ist heute ziemlich genau drei Monate her.

Die ersten zwei Monate war ich gar nicht laufen weil es nicht ging. Das stärkere Belasten hat einfach weh getan. Normal Spazieren gehen war am Ende dieser zwei Monate zum Glück schon sehr gut möglich.

Anfang August habe ich dann begonnen so 2-3 Kilometer langsam zu laufen. Das ging erstaunlich gut. Also habe ich die Kilometer kontinuierlich gesteigert.

Gestern Abend um 20 Uhr habe ich mir meine Laufschuhe angezogen. Bin aus der Türe raus und Richtung Prater gelaufen. Für den Wald war es zu dunkel. Ich will mir ja nicht noch einmal den Knöchel brechen. 12 Kilometer von Tür zu Tür. Es ist unglaublich befreiend wieder richtig laufen zu können.

 

 

Ode an das Bett

Ich denke jeder Mensch hat so einen Ort auf der Welt an dem er oder sie sich besonders gerne aufhält. Bei mir ist es sicherlich das Bett. Ich liege nicht nur zum Schlafen drinnen. Ich lese im Bett, schaue Serien oder Filme und arbeite im Bett. Das Bett ist also der Dreh und Angelpunkt meines Lebens.

Palettenbett 180x200
Palettenbett 180×200

 

Das ist es allerdings nur weil es absolut gemütlich ist. Weil natürlich ist ein Bett nur dann einladend wenn es komfortabel ist. Dazu sollte es in einem Raum stehen der ebenfalls zum Verweilen einlädt. Viel Raum zum Atmen. So mag ich es jedenfalls. Naja so viel Raum einem 10m² halt geben können.

Summa Summarum kann ich sagen, dass ich sehr viel Zeit im Bett verbringe. Daher habe ich mich schon vor Jahren entschieden mir sehr gute Federkernmatratzen zu kaufen. Das war zwar eine sehr teure Anschaffung aber nach nun mittlerweile 7 Jahren hat sich das doch mehr als rentiert. Nicht nur dass ich besser Schlafe und dadurch erholter aufwache in der Früh, vor allem sind die Matratzen noch wie am ersten Tag. Somit werde ich noch länger meine Freude daran haben.

Palettenbett 180x200
Palettenbett 180×200

 

Mein Minimalismus

Wenn ich über Minimalismus rede schauen mich viele Menschen an und halten mich für einen Spinner oder Idealist (Ist irgendwie das gleiche oder?). Was ich heute schreiben möchte ist das was ich unter Minimalismus verstehe. Das Leben mit weniger und gleichzeitig mehr. Ich könnte die Art und Weise wie ich lebe und handle auch mit einem anderen Wort betiteln. Ich finde  Minimalismus einfach eine schöne Umschreibung aller Wege die ich beschlossen habe zu gehen.

Reduktion

Einer der Wege ist die Reduktion von Dingen, Tätigkeiten und  Gewohnheiten. Hier ist es mir nicht wichtig sagen zu können dass ich nur wenige Dinge besitze. Ersten stimmt es nicht und zweitens ist es egal. Meine Motivation ist die Übersicht. Ich mag es wenn ich eine Übersicht über meine Dinge habe. Mir wird es nicht passieren, dass ich nach Monaten drauf komme dass ich einen Pullover habe der mir sehr gut gefällt aber nie anhatte weil er im Kasten weit unten gelegen ist. Ich habe genau eine Kleiderstange und alles immer jeden Tag im Blick. Ich habe eine Übersicht.

Das gleiche ist bei Gewohnheiten bzw. Tätigkeiten. Ich mag es wenn ich weitgehenst flexibel bin und auf einen Terminkalender verzichten kann. Daher versuche ich Gewohnheiten die mich in meiner freien Gestaltung behindern nicht aufkommen zu lassen. Andere Gewohnheiten begrüße ich allerdings weil sie mir Sicherheit und Routine im Tag geben (z.B. der tägliche Spaziergang mit dem Hund). Ich denke ich habe eine überschaubare Anzahl an Tätigkeiten und Gewohnheiten die mir Zeit für andere Dinge in meinem Leben lassen.

Ehrlichkeit

Wir alle leben in einer Zeit des Konsums. Ich versuche meinen Konsum gering zu halten. Allerdings bin ich mir gegenüber ehrlich genug meine Schwächen einzugestehen. Wenn es um ein Upgrade beim Notebook oder Handy geht werde ich leicht schwach. Jetzt versuche ich mich einzubremsen was die Anschaffung von neuer Elektronik geht. Mit mäßigem Erfolg bis jetzt…

Handeln

Ein weiterer Weg in meinem Minimalismus-Konstrukt ist das Handeln. Ich kann lesen und reden so viel ich will. Solange ich nicht handle passiert halt auch nichts. Um vorwärts zu kommen muss ich mich bewegen. Genau das mache ich. Es ist nicht das Tempo das den Ausschlag gibt sondern die Kontinuität.

Bewusstsein

Der für mich wichtigste Weg ist das Bewusstsein. Das Bewusstsein, dass ich in der glücklichen Lage bin mir Einfachheit leisten zu können und zu wissen dass Andere in diesem Punkt leider keine Wahl haben.

Das Bewusstsein, für die wesentlichen Dinge des Lebens haben – Familie, Freunde, Zeit und Genuss. Aber auch Solidarität und Mitgefühl müssen einen großen Platz in meiner Vorstellung von Minimalismus haben.

Das Bewusstsein, dass viele Dinge schief gehen auf dieser Welt aber es immer Menschen gibt die Versuchen die Welt ein wenig besser zu machen. Auch wenn es „nur“ das eigene Umfeld ist.

Das Bewusstsein, dass viele Menschen durch lose Versprechungen, selbst ernannten „Gurus“, gewieften Marketing, einfachen Lösungen und das schnelle Geld gelockt werden. Hier darf der wache und kritische Verstand nicht schlafen und muss dagegen halten. Auch das gehört für mich zum Weg – Minimalismus – dazu.

Minimalismus
Minimalismus

Minimalismus ist für mich so viel mehr als die bloße Reduktion von Sachgegenständen. Es hat zwar mit dieser begonnen, hat mittlerweile aber viele Verzweigungen bekommen.

Aufgereget Hund

Es gibt mehrere Situationen wo Chewy extrem aufgeregt ist. Wenn ich in der Früh aufstehe, wenn ich Heim komme, wenn wir an die Donau Fahren oder generell Wasser in der Nähe ist und wenn wir nach der Arbeit spazieren gehen. Es gibt mehrere Steigungen.

Chewy im vollen Galopp
Chewy im vollen Galopp

Wenn ich in der Früh aufstehe ist er so mittel aufgeregt. Da wedelt der ganze Hund und er drückt sich an mich. Genau das Gleich ist wenn ich Heim komme. Ohne irgend ein zutun beruhigt er sich mittlerweile recht schnell wieder und legt sich hin.

Schlimmer ist es wenn wir nach der Arbeit spazieren oder laufen gehen. Da ist er extrem stark aufgeregt. Das läuft dann ungefähr so ab. Wir kommen aus der Arbeit heim. Ich gebe das OK das er in die Wohnung darf. Er rennt schon wie ein irrer rein. Ich ziehe mich um. Chewy hat schon im Gespür das wir jetzt nach draußen gehen. Weil es halt immer so ist. Daher schaut er ganz genau was ich mache. Sprich er geht mir in der Wohnung nach. Das macht er normal nie. Wenn ich mir die Schuhe anziehe dribbelt er schon hin und her. Dabei keucht er vor Aufregung. Beim Loslaufen kann er sich extrem schwer konzentrieren und hat Null Aufmerksamkeit. Wenn ich in von der Leine lasse explodiert er fast.

An der Donau oder bei Wasser ist es ähnlich. Er fängt zu ziehen an, keucht und hat null Aufmerksamkeit. Sobald ich ihn auch hier von der Leine lasse beschleunigt er von 0 auf 100 in 2 Sekunden. Die Umgebung ist dabei irrelevant. Sobald die „Energieexplosion“ um ist läuft alles wieder normal. Er achtet besser auf seine Umgebung und ist merklich entspannter.

Normal habe ich einen sehr ruhigen Hund. Zumindest wird mir das von vielen Stellen gesagt. In der Arbeit liegt er brav unter dem Tisch und macht keinen Mucks.

Egal ob ich im Büro sitze oder aber auch 3 Stunden in einer Besprechung. Er bleibt auf seinem Platz und ist ruhig. Zugfahren, U-Bahn und Straßenbahn sind alles kein Problem. Er ist absolut ausgeglichen.

Mir ist klar, dass der Fehler hier irgendwo bei mir liegt. Ja natürlich schicke ich ihn einfach auf den Platz wenn es mir zu viel wird und mache mich in Ruhe fertig. Dann liegt er da und zittert vor Aufregung. Wenn er sich dann beruhigt hat sage ich „ok komm“ und er ist wieder aufgeregt.

Wie bekomme ich Chewy dazu nicht so aufzudrehen in besagten Situationen?

 

Burger

In den letzten 2 Jahren hat die Dichte an Burgerläden ganz gewaltig zugenommen. An jeder Ecke in Wien kann man sich mittlerweile einen kaufen. Teilweise sind auch richtig gute dabei. Das ist auch gut so. Ich stehe einfach auf Burger!

Trotzdem schmecken sie selber gemacht meistens doch am besten. Da weiß man einfach ganz genau woher die Zutaten kommen.

Am Wochenende war ich in Tirol und habe bei meinem Vater übernachtet. Er hat an einem Abend Burger gemacht. Sehr gutes Fleisch und selbstgemachte Saucen (außer der Senf) dazu ein kühles Bier. Einfach zum Niederknien.

Selbstgemachter Burger vom Papa
Selbstgemachter Burger vom Papa

Was macht einen wirklich guten Burger für mich aus:

  • gutes Bio – Rindfleisch nicht zu stark gebraten
  • Burger Bun (ich bevorzuge eine gescheite Semmel)
  • Würziger Käse (Cheddar)
  • geröstete Zwiebel

Diese vier Zutaten sind für mich keine Verhandlungssache. Der Rest ist variabel. Auch was die Saucen angeht. Wobei ich hier Senf und (selbstgemachtes) Ketchup bevorzuge.

Natürlich gibt es auch sehr gute vegetarische Burger (mit Riesenchampignons z.B) aber zu denen ein anderes Mal mehr.

Chewy – we are home

Are we?

Chewy und ich haben das Wochenende in Tirol verbracht. Der Platz auf der Welt an dem ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe. Macht diese Tatsache Tirol zu meiner Heimat, meinem zu Hause, meinen Wurzeln?

Ohne Frage ist es ein Ort an dem ich mich wohl fühle. Ich fahre gerne nach Innsbruck, Wattens oder Schwaz. Orte mit denen unzählige Erinnerungen verbunden sind. Orte an denen Freunde leben die ich gerne sehe. Orte an denen teile meiner Familie wohnen.

Gestern als wir am Berg gestanden sind und sich unter uns das Inntal und der Achensee ausgebreitet haben, dachte ich mir nur wie wunderschön dieser Flecken Erde ist.

Achensee Tirol
Achensee Tirol

Jetzt sitze ich im Zug nach Wien. Ich freue mich wieder auf die Stadt. Wenn ich am Kalenberg stehe und sich Wien vor mir ausbreitet, denke ich mir ebenfalls wie wunderschön dieser Flecken Erde ist. Ein Ort an dem teile meiner Familie wohnen, ich Freunde habe und mittlerweile unzählige Erinnerungen habe.

Ich glaube ich bin kein Tiefwurzler. Ich denke nicht mal, dass ich ein Flachwurzler bin. Wenn ich das so nennen kann. Wenn ich länger an einem Ort bin und mich wohl fühle wird es mein zu Hause. Da macht es für mich keinen Unterschied ob es 4 Tage London, 4 Tage Berlin, 4 Tage Tirol oder 3 Jahre Wien sind.

Meine Wurzeln sind meine Familie und Freunde egal wo sie Wohnen und egal wie oft ich sie sehe.

Dem Begriff Heimat kann ich wenig abgewinnen. Ich brauche den Begriff nicht um glücklich zu sein. Schöne Plätze auf der Welt gibt es überall.

Selbstgemachte vegitarische Tortillas

Ja es ist Mittagspause und ich habe Hunger. Werde mir auch gleich was gutes zu Essen holen bzw. habe ich heute Essen mit in der Arbeit. Davor aber noch etwas was ich zur Zeit wirklich richtig gerne esse – selbstgemachte vegitarische Tortillas.

Die Zutaten für die Tortillas sind:
  • Mehl
  • Öl
  • Backpulver
  • Salz
  • Wasser

Mehl, Öl, Salz, Backpulver und Wasser vermischen. Die Menge der Zutaten wähle ich nach Gefühl. Das ganze in einer Pfanne mit einem Tropfen Öl auf beiden Seiten kurz anrösten bis die Tortilla durch ist.

Zur Füllung verwende ich dann:
  • Karotten
  • Schafskäse
  • Frühlingszwiebel
  • Tomaten
  • Paprika
  • Zucchini
  • Salat
  • Gurke
Die Soße wird natürlich auch selber gemacht:
  • Joghurt
  • Salz
  • Pfeffer
  • Minze oder Petersilie
Selbstgemachte vergitarische Tortillas
Selbstgemachte vegetarische Tortillas

Das ganze Gericht ist richtig schnell selber gemacht (10-15 Minuten). Natürlich kann man das jetzt mit Guacamole, Tofu und anderen Dingen verfeinern. Allerdings wollte ich ja ein schnelles Essen mit Zutaten die man meistens so wie so zu Hause hat.

Ich könnte das zur Zeit jeden Tag essen. Viel Spaß beim ausprobieren.

 

Schuhbank aus Paletten – DIY

Letztes Jahr habe ich für die WG ein Schuhregal aus Rohren gebaut. Das hat sich bis jetzt wirklich sehr gut bewährt und ich möchte es nicht mehr missen. Also wird es Zeit wieder etwas für die Garderobe zu bauen. Daher ist mein nächstes Do It Yourself Projekt eine Schuhbank aus Paletten.

Schuhbank aus Paletten
Schuhbank aus Paletten

Was ich dazu brauche ist folgendes:

  • Stichsäge
  • Schleifmaschine
  • Axt/Hammer
  • Nägel (4cm und 6cm lang)
  • 2 Paletten bzw. Reste von Paletten

Die Idee

In der Wohnung war eine unheimlich hässliche alte Garderobe die über willhaben gleich mal, mehr oder weniger, verschenkt wurde (Ich bin tatsächlich noch immer erstaunt, dass sich jemand sowas freiwillig aufstellt). Da von dem Bau der Palettenkommode noch etliche Bretter übrig sind, war klar dass die noch verarbeitet gehören. Daher eine Schuhbank aus Paletten.

Die Umsetzung

In der Wohnung ist eine 110cm breite Ausbuchtung für eine Garderobe vorhanden. Da Europaletten eine länge von 120cm haben passt diese nicht genau rein. Daher muss man die Palette bzw. das was noch von der Palette übrig ist zurechtschneiden.

Reste der Palette zurecht schneiden
Reste der Palette zurechtschneiden

Für die Palettenbank wird die restliche Palette hinten und vorne bei jeweils 105cm abgeschnitten. Der mittlere Block sowie das untere Brett werden gelöst. Der Block wird nach außen versetzt und angenagelt. Um die Füße für die Schuhbank zu bauen braucht man das genau 4 mal. Um die zwei Längsbretter zu verbinden schneidet man sich 4 gleich lange Holzbretter zurecht und befestigt sie an den Blöcken. Dieses Konstrukt sollte man jetzt 2 mal haben und stellt die Füße für die Schuhbank aus Paletten dar.

Fertiger Fuß der Schuhbank
Fertiger Fuß der Schuhbank

Um die Füße zu verbinden und eine Sitzfläche zu haben werden diese mit kleinen Brettern zusammengenagelt.

Die Füße mit Brettern verbinden
Die Füße mit Brettern verbinden

Hier kann man ruhig Bretter verwenden die nicht unbedingt gleich lang sind. Sollte der Wunsch bestehen kann mit der Stichsäge noch immer alles auf die gleiche Länge gebracht werden. Um die Palettenbank noch stabiler zu machen kann man auch die zwei unteren Blöcke mit jeweils einem Brett verbinden.

Sitzfläche des Schuhregals aus Paletten
Sitzfläche des Schuhregals aus Paletten

Um sich später keine Schiefer einzuziehen sollte man alles sehr gut abschleifen. Auch die Stellen wo man glaubt nie dran zu kommen! Ist das erledigt, ist die Schuhbank aus Paletten auch schon fertig.

Schuhbank aus Paletten
Schuhbank aus Paletten
Palettenbank
Palettenbank
Schuhbank aus Paletten
Schuhbank aus Paletten

Kommode aus Paletten mit Kleiderstange – DIY

Die Do It Yourself Kommode aus Paletten macht sich im Alltag schon recht gut. Aber sie ist noch nicht perfekt. Man hat ja nicht nur Gewand, dass man zusammenlegt, sondern auch welches das man gerne aufhängen möchte. Deshalb wird die Palettenkommode noch etwas modifiziert. IMG_20150811_103755

Im Prinzip ist die Erweiterung um eine Kleiderstange keine große Hexerei. Was man dazu braucht ist folgendes:

  • Bohrmaschine
  • Stichsäge/Säge
  • Holzleim
  • Kupferwinkel
  • Holzstangen /Metallstangen
  • Bohraufsatz mit 16mm Durchmesser

Stangen und Kupferwinkel

In diesem Fall haben wir uns für eine sehr filigrane Variante entschieden, weil es die günstigere Option war. Die 2,5m langen Holzstangen haben wir im Bauhaus gekauft. Eigentlich wollten wir Kupferstangen verwenden. Leider waren die um ein vielfaches teurer. Was jetzt aber nicht ist kann ja irgendwann noch werden. Die Holzstangen für die wir uns entschieden haben, haben einen Durchmesser von 15mm.  Die Längsstangen haben wir bei 125cm und die Querstange 107 cm mit der Stichsäge auseinander geschnitten.

Mittlerweile ist auch die Idee geboren, getrocknete Stecken an der Donau zu suchen, die kleine Äste als extra Haken haben. So kann man ein wenig mehr Verstaumöglichkeiten raus holen und macht die Kommode noch individueller.

Die Längs- und Querstange werden mit Kupferwinkeln verbunden. Die Kupferwinkel bekommt man ebenfalls im Bauhaus und sind im Gegensatz zu den Stangen nicht allzu teuer.

Drei Holzstangen und zwei Kupferwinkel
Drei Holzstangen und zwei Kupferwinkel

Die Montage

Die Stangen an der Kommode zu befestigen ist nicht sonderlich schwer. Dazu braucht man eine Bohrmaschine und in unserem Fall einen Bohraufsatz mit 15/16mm Durchmesser. Dann misst man sich die Position ab an der man die Löcher bohren will und zeichnet diese ein. Wir haben die Mitte gewählt und auf jeder Seite 4,5 cm nach innen den Punkt gesetzt. Einfach weil wir nicht wollten, dass das Holz womöglich reißt oder springt. Bei Paletten kann man sich da nie sicher sein.

Die Löcher sind jeweils 3,5 cm tief. Gerade so, dass wir nicht ganz durch die Schichten gebohrt haben. Die zwei Löcher werden zu einem Drittel mit Holzleim gefüllt der beim Trocknen durchsichtig wird. Die Stangen steckt man in die Löcher. Jetzt sollte man die Stangen ca. 5 Minuten fest halten damit sie nicht schief werden.

Bis der Leim ganz trocken ist (ca. 30 Minuten), kann man die Kupferwinkel an die Querstange leimen. Mit das ganze noch etwas stabiler ist, sollte man die Kupferwinkel am Rand ganz leicht mit einer Zange eindrücken.

Im letzten Schritt befestigt man die Querstange mit der Längsstange. Auch hier kommt wieder der Holzleim zum Einsatz. Wie auch schon davor wieder die Kupferwinkel am Rand leicht eindrücken. Die Konstruktion soll ja später nicht einfach in sich zusammen fallen.

Längsstange und Querstange mit Kupferwinkel verbinden
Längsstange und Querstange mit Kupferwinkel verbinden

Damit ist die Kommode aus Paletten mit Kleiderstange auch schon fertig. Obwohl die Konstruktion der Kleiderstange sehr filigran wirkt ist sie erstaunlich stabil und recht ordentlich belastbar. Wer auch wirklich schwere Sachen aufhängen will sollte dennoch zu einer Variante aus Metall greifen oder einfach dickere Holzstangen verwenden.

Fertige Kommode aus Paletten
Fertige Kommode aus Paletten