Vienna City Marathon 2016

Oops… I did it again – Ein Mal ist kein Mal. Sagt man zumindest. Also werde ich den Vienna City Marathon noch einmal laufen. Nicht weil ich etwa glaube dass der Vienna City Marathon so besonders ist. Die meisten sagen ja eher das Gegenteil. Ich laufe ihn dieses Jahr noch einmal weil ich ihn nicht alleine laufen werde. Das finde ich toll und gut. Außerdem mag ich ihn noch einmal laufen um mir selber zu zeigen dass ich es noch einmal kann wenn ich will.

Also werde ich sobald mein Fuß wieder ganz geheilt ist (ca. 2 Wochen noch) mit dem Training beginnen. Hoffentlich habe ich keine längeren Beschwerden mit dem Knöchel. Manche sagen ja, dass sie bis ein Jahr danach Probleme damit haben. Aktuell schaut es aber gut aus. Merke täglich wie es immer besser wird. Vielleicht geht sich mit etwas Glück im Oktober ja noch ein Marathon irgendwo anders aus. So als Vorbereitung. Vielleicht eine kleinere Veranstaltung wo Chewy mit laufen kann. Das würde ich toll finden.

Aus den Fehlern der Vergangenen Vorbereitung werde ich auch lernen. Lieber etwas weniger Training dafür dann ohne langwierige Verletzung. Mal sehen wie sich so ein Marathon läuft wenn man tatsächlich bis vor den Marathon trainieren kann.

Generell freue ich mich sehr darauf wieder mit dem Laufen beginnen zu können. Nicht nur für mein Wohlbefinden sondern vielmehr auch weil ich mich sehr darauf freue wieder mit Chewy laufen zu gehen. Jetzt ist er ja alt genug um auch längere Strecken mit laufen zu können.Vienna City Marathon 2015

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Vienna City Marathon 2015

oder „Der Tag an dem der Laufschuh starb“.

Der Tag an dem der Laufschuh starb
Der Tag an dem der Laufschuh starb

Am Sonntag war der Vienna City Marathon 2015. Vor weg ich bin jetzt ein Marathonike. Für alle denen das nichts sagt – das sind Menschen die einen Sprung in der Schüssel haben.

Jeder der meinen Blog ein wenig verfolgt hat weiß, dass es bis Dezember ein extrem hartes Training für mich war und ich mich dann leider verletzt habe. Von da weg war für mich das Training für den Marathon 2015 eigentlich unmöglich. Sprich mein letzter langer trainingslauf war am 23.12.2014.

Es war klar, dass ich ohne das Training nur den Halbmarathon versuchen werde. Alles andere war illusorisch. Da habe ich aber  die Rechnung ohne den Wirt gemacht – also in dem Fall mit mir selber. Vielleicht hat der eine oder andere der mich ein Stück meines bisherigen Weges begleitet hat schon mitbekommen, dass ich ganz gut darin sein kann mich selber zu belügen oder ein unheimlicher Dickschädel sein kann. Im Fall des Marathons ist wohl beides zusammen gekommen.

Ich habe zwar gesagt ich werde den Marathon nicht laufen aber im innersten habe ich gewusst, dass wenn mein Bein nicht mehr weh tut ich den Teufel tun werde und beim Halbmarathon über das Ziel laufen werde. Am Sonntag hat nach 21 km nichts weh getan. Also ich meine natürlich hat alles weh getan aber nicht die Leiste. Also war der Weg zum Marathon beschlossene Sache.

Sonntag der 12.04.2015:

Ich wache um 6 Uhr morgens auf. Bin leicht nervös aber ich weiß jetzt schon das die Nervosität ins unermessliche steigen wird. Ich mache mir einen Tee und esse Bananen und Müsliriegel. Dann mache ich mich auf den Weg mit dem Hund in den Augarten. Wer weiß wann ich wieder komme. Also war ich erst ml eine gute Stunde mit ihm spazieren. Als ich heim gekommen bin haben die anderen schon gewartet. Wir machen uns auf den Weg zur Reichsbrücke und dem Start vom Vienna City Marathon 2015. Jetzt ist die Nervosität unermesslich.

Start VCM 32
Start VCM 32

Der Start für uns im Startblock 5 ist um ca. 9.30 Uhr. Es ist die Erlösung als es endlich los geht. Bis jetzt habe ich mir und allen anderen vorgemacht, dass ich nur den halben Marathon laufen werde. Mit dem ersten Schritt habe ich aber genau gewusst dass ich den ganzen versuchen werde.

Die ersten 21 km waren auch recht entspannt. Da wir ganz hinten gestartet sind war es nie wirklich ein Gedränge und man konnte vernünftig laufen. Bei km 21 habe ich mich dann von der Gruppe verabschiedet und bin alleine weiter. Mein geheimes Ziel waren die 30km. Ich konnte das Tempo etwas steigern und fühlte mich so richtig gut. Bis 28km hatte ich auch wirklich keine gröberen Schmerzen. Das kam dann dafür nach und nach. Vor allem in den Oberschenkeln. Die Blasen an den Zehen habe ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gemerkt.

Bei Kilometer 30 wurde es dann so richtig heftig. Hier kommen einem zum ersten Mal alle entgegen, die schneller sind als du. Das ist nicht gerade ein Motivationsschub. Für mich war mein Ziel damit eigentlich erreicht.

ABER – Sturschädel incoming!

Die schwersten Kilometer meines Lebens.

Ich kann nicht sagen warum ich weiter gelaufen bin als eigentlich nichts mehr gegangen ist. Meine Oberschenkel waren so verkrampft, dass jede noch so kleine Tempoänderung unglaubliche Schmerzen ausgelöst hat. Zwei Mal musste ich stehenbleiben da nichts mehr gegangen ist. Spätestens jetzt merkte ich das fehlende Training. Jeder der einmal in so einer Situation war, weiß wie hart es ist dann wieder weiter zu laufen. Irgendwie habe ich es aber immer wieder geschafft mich auf zu raffen. Mein Bruder den ich unterm laufen immer wieder angerufen habe um Zuspruch zu holen hat unheimlich geholfen.

Die letzten zwei Kilometer waren dann im Vergleich zu davor ein Spaziergang. Zwar konnte ich nicht mehr vernünftig laufen trotzdem hatte ich ein Lächeln auf den Lippen. Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Für mich war in diesen letzten Minuten klar – das war nicht mein letzter Marathon.

Ziel VCM 32
Ziel VCM 32

Laufen trotz Verletzung

In der Schule habe ich mich eine Zeit lang mit Elisabeth Kübler-Ross beschäftigt. Die Frau führte eine Reihe von Interviews mit unheilbar kranken Menschen und entwickelte auf dieser Grundlage ein 5-Phasen-Modell des Umgangs mit dem bevorstehenden Tod. Die fünf Phasen sind – Nichtwahrhabenwollen, Zorn, Verhandeln, Depression und Akzeptieren. Ich bin zum Glück nicht unheilbar Krank und werde voraussichtlich auch nicht so bald diese Welt verlassen. Aber ich durchlebe irgendwie gerade diese Phasen in Bezug auf meine nicht verschwinden wollende Verletzung meiner Leiste.

Das ganze spielt sich ca. so ab:

Phase 1: Nichtwahrhabenwollen

“Hmmmm was ist das für ein ziehen in der Leiste? Komisch, sicher nur leicht gezerrt oder ein Muskelkater.  Mit ein wenig Voltaren wird das schon gehen! Was mich nicht umbringt macht mich nur härter.”

Phase 2: Zorn

“Warum ausgerechnet ich? Warum ausgerechnet jetzt? Mitten im Training für den Vienna City Marathon 2015. Gerade wo alles so gut läuft! Das kann’s jetzt aber nicht sein! Sch….!”

Phase 3: Verhandeln

“Lieber Gott, bitte mach dass meine Leiste wieder ok ist? Ich verspreche auch hoch und heilig, dass ich ab sofort alles mit mehr Ruhe angehen werde. Nicht mehr übertreiben. Mit Maß und Ziel!”

Phase 4: Depression

“Ja das war es dann wohl. Nie mehr laufen. NIE WIEDER! Keinen sonntags Lauf mehr an der schönen Donau bei Wind und Wetter. Nebel, Regen von oben der Seite und unten. Nix, alles aus und vorbei! Gute alte Zeit.”

Phase 5: Akzeptieren

“Alles gar nicht so schlimm. Ich bin verletzt und werde das Beste daraus machen. Jetzt hab ich auch endlich mal wieder mehr Zeit für andere Dinge im Leben.”

Mir ist ganz klar, dass eh nur Akzeptieren hilft. Auch wenn es verdammt schwer ist. Für mich ist/war laufen einfach ein Tageshighlight. Jetzt ist seit über einem Monat Pause und in zwei Monaten ist der Marathon. Ob die Verletzung bis dorthin abheilt? Wer kann das schon wissen. Es dauert so lange wie es dauert. Eines ist allerdings sicher. Wenn es bis zum 12.04.2015 verheilt, werde ich laufen. Auch ohne Training. Egal wenn ich es dann nicht schaffen sollte. Aber los laufen werde ich. Noch hege ich die Hoffnung, dass sich etwas Training ausgehen wird. Heute war ich jedenfalls ganze 4 km laufen – im Schneckentempo  und mit Hund – ja und es war trotzdem großartig!

 

Vienna City Marathon 2015 – Schmerzen

Es ist das passiert was nicht hätte passieren sollen. Mir tut etwas weh. So weh, dass ich den langen lauf heute abbrechen hab müssen. Um genau zu sein tun mir sogar 2 Dinge weh – Vienna City Marathon 2015 unter Schmerzen trainieren oder auch nicht.

Die Vernunft hat verloren. Ich habe etwas getan wo ich im Vorhinein wusste es ist nicht vernünftig. Ok das ist sehr schön umschrieben. Ich habe etwas getan wo ich im Vorhinein gewusst habe, dass es dumm ist. Aber die Geschichte hat einen Anfang.

Letze Woche Sonntag bin ich meine 22 km recht schnell gelaufen. Danach ist es mir super gegangen. Nichts hat gezwickt oder gezwackt. Daher am Montag volles Programm Fitnessstudio mit Radfahren und am Dienstag noch mal 18 km Laufen. Auch da ging es noch ganz gut. Mir war aber extrem kalt am Dienstag. Also habe ich mir nach dem Dehnen eine heiße Dusche gegönnt und dann eine Wärmflasche für die Füße. Es hat noch nix weh getan aber ich merkte irgendwas stimmt mit meiner rechten Wade nicht. Am Mittwoch war es dann amtlich, Stiegen gehen war eine absolute Tortur. Es fühlt sich an wie eine Muskelverhärtung oder Entzündung. So genau kann ich es nicht sagen. Es tut halt weh. Das schöne ist. Am linken Bein kommt eine alte Kriegsverletzung dazu – Schmerzen in der linken Leiste. Das hatte ich vor vielen Jahren mal so stark, dass ich fast nicht mehr gehen konnte. Drauf gekommen was es sein könnte ist damals niemand. Zum Glück ist es nicht so stark. Ich vermute das hängt mit Kälte zusammen. Faktum ist seit Mittwoch tun mir 2 Stellen an den Beinen weh.

Das soll aber kein Grund sein nicht mehr meinem Training nachzukommen. Also war ich nur etwas Radeln, da sitzt man ja eh und halt Rückentraining. Ja ich weiß… Daher habe ich mir auch 2 Tage fast absolute Ruhe gegeben. Heute in der Früh hat nichts weh getan. Also war für mich klar ab auf den Asphalt und meine 30 km in Angriff nehmen. Nach 4 km habe ich begonnen meine rechte Wade etwas zu spüren. Nach 6 km dachte ich dann – ok vielleicht sollte ich doch heimwärts traben. Traben nicht gehen. Also bin ich gemütlich heim gelaufen.

Jetzt sitze ich da. Rechte Wade – Weh. Linke Leiste –  Weh. Jetzt heißt es erst mal absolute Ruhe und schauen, dass das wieder in Ordnung kommt. Gibt es eine Möglichkeit die Heilung zu unterstützen? Ich tippe auf Entzündung oder Überanstrengung. Vielleicht auch beides.

Training – Vienna City Marathon 2015

Bald sind die ersten 3 Monate des Trainings für den Vienna City Marathon 2015 abgeschlossen. Dann habe ich mir eine ruhigere Zeit verdient in der ich nur gemütlich trainieren werde. Am 27.12 fängt dann der nächste Trainingsplan an der mich bis zum Marathon Mitte April begleiten wird. Dazu aber später mal mehr.

Vor gut 2 Wochen habe ich im Beitrag Lonesome Runner geschrieben, dass ich etwas Angst davor habe die langen Strecken alleine zu laufen. Mittlerweile finde ich es sogar ganz ok, das alleine laufen. Natürlich ist es mit mehr Menschen feiner und man motiviert sich gegenseitig. Allerdings habe ich jetzt noch mehr Zeit zum Nachdenken oder mir interessante Podcasts anzuhören. Was auch sehr gut ist. Das Beste ist, dass ich jetzt meinen ganz eigenen Rhythmus beim Laufen gefunden habe. Nach wie vor muss ich darauf schauen auch die langsamen Läufe zu machen aber ich verlasse mich bei jedem Lauf einfach darauf was mein Körper mir sagt. Das funktioniert momentan sehr gut.

Kann ich nach den ersten 3 Monaten intensivem Training ein Resümee ziehen?

Es ist unglaublich aufwendig einen Trainingsplan einzuhalten wenn man einen 40 Stunden Job und einen Hund der noch zu jung ist um mitzulaufen. Aber es ist auch eine unglaubliche Befriedigung einen Trainingstag erfolgreich abgeschlossen zu haben. Man lernt sich dabei ebenfalls ein Stück weit besser kennen. Zumindest ist es bei mir so. Ich verbringe sehr viel Zeit mit mir und meinen Gedanken und entdecke dabei neue Seiten an mir selber. Faszinierend finde ich auch wie sehr sich ein Körper bzw. die Fitness in so kurzer Zeit verändern kann. Klar laufe ich schon lange. Es ist aber was gänzlich anderes wirklich jede Woche 50+km zu laufen als am Abend mal gemütlich seine 8km abzuspulen. Ich hatte sicher noch nie eine so gute Ausdauer wie ich sie jetzt gerade habe. Das hat sehr viele positive Nebeneffekte. War im Winter noch nie so Gesund wie dieses Jahr. Die Müdigkeit ist um einiges weniger als sonst. Nackenschmerzen kenne ich nicht mehr. Kopfschmerzen sind massiv zurück gegangen. Kurz um es ist super.

Würde ich es wieder machen?

Ja auf alle Fälle. Ich bin schon sehr gespannt auf die 42km. Ob ich es danach noch ein Mal machen werde?

Praterallee am 6.12.2014
Praterallee am 6.12.2014

 

Lonesome Runner

Seit nun mehr neun Wochen Trainiere ich für das große Ziel – Vienna City Marathon 2015. Der Trainingsplan ist hart und kostet vor allem sehr viel Zeit. Neben einem Fulltime Job und Hund ist das eine große Herausforderung. Aber noch immer machbar. Vor allem weil man es ja nicht alleine macht. Bis vor einiger Zeit zumindest.

Heute schaut es so aus, dass ich leider als einziger übrig geblieben bin. Seit gut zwei Woche heißt es daher alleine statt gemeinsam trainieren. Vor allem bei den langen Läufen ist es sehr komisch alleine zu sein. Man rennt doch zwei Stunden und länger. Für die erste Stunde ist das ja noch ganz in Ordnung aber spätestens ab einer Stunde 30 wird es dann sehr ermüdend. Weil dann habe ich Zeit mir über das eine oder andere Zwicken im Bein Gendanken zu machen. Dadurch wird es nicht leichter und schon gar nicht besser. Das Zwicken meine ich.

Das einzig Gute am alleine Laufen ist, dass ich keine Rücksicht mehr nehmen muss und einfach so laufen kann wie ich will. Mein  Tempo zu meiner Zeit. Das ist aber auch das einzig Positive. Ach eigentlich gibt es auch da einen Haken. Mir fällt es extrem schwer langsam zu laufen wenn ich alleine bin. Sprich mein Tempo ist meistens zu schnell für das was ich eigentlich gerade laufen sollte.

Noch habe ich ca. 16 Wochen Training vor mir und bin mehr als gewillt diese auch zu machen. Manchmal muss mein einen Weg alleine zu Ende gehen.

Augarten Raben

Vienna City Marathon 2015 – Willenskraft

Die Straße, unendliche Flächen, wir schreiben das Jahr 2014. Dies sind die Abenteuer von Gaidoschik Michael, der mit seinenr 2 Mann starken Besatzung, 6 Monate lang unterwegs ist um neue Laufstrecken zu erforschen, neue Herausforderungen und neue Möglichkeiten. Viele Kilometer vom Ziel entfernt, dringen wir in Extreme ein, die wir so noch nicht erlebt haben.

Lauftraining - Vienna City Marathon 2014 Lauftraining 09.11.2014 - Vienna City Marathon 2015 Lauftraining 09.11.2014 - Vienna City Marathon 2015 Lauftraining 09.11.2014 - Vienna City Marathon 2015 Lauftraining 09.11.2014 - Vienna City Marathon 2015

Selfie nach 25km
Selfie nach 25km

Es ist unglaublich was man so alles schaffen kann wenn man will. 25km ist noch kein Marathon. Allerdings hat sich das Training am Sonntag so angefühlt. Ich war vor dem Lauf schon leicht lädiert. Ich habe mich einfach nicht so fit gefühlt wie sonst. Ich war noch sehr müde und meine Füße haben schon vor dem Laufen weh getan. Es war einfach suboptimal. Aber wer aufgibt hat schon verloren, oder?

Also habe ich mich um 9 mit Markus getroffen und sind los gelaufen. 25km mit einem durchschnittlichem pace von 06:07 min/km. Das Tempo war absolut in Ordnung. Das Wetter und die Luft hätten ebenfalls nicht besser sein können. Die ersten 7km waren auch wie im Flug vorbei. Auch die Kilometer 7 bis 15 wahren im Prinzip nicht der Rede wert auch wenn der Gegenwind schon sehr stark war. Ab 16km hat meine linke Hüfte allerdings angefangen zu nerven. Nicht schlimm aber es war doch irritierend. Ab Kilometer 19 wurden dann die gefühlten Abstände zwischen den Kilometern immer länger obwohl wir an Tempo leicht zugelegt haben. Es war wirklich eine reine Frage des Willens. Die letzten 2 km waren dann echt nicht mehr so spaßig wie es sonst der Fall ist. Trotzdem haben wir noch einen Endsprint hingelegt. Das war wie eine Befreiung.

Obwohl die Bedingungen echt super waren, war es heute doch um einiges härter als letzte Woche. Aber es war eben Großteils eine Kopffrage. Den Füßen geht es heute Montag um einiges besser als Letzte Woche Montag. Ich fühle mich weder müde noch tut mir sonst was weh. Das ist denke ich ein wirklich gutes Zeichen. Nächste Woche sind es dann nur 21km allerdings ein etwas schnelleres Tempo. Wir werden sehen. Ansonsten geht auch das restliche Training sehr gut. Ich habe echt das Gefühl, dass das mit den 42km zum Vienna City Marathon 2015 was werden könne.

Vienna City Marathon 2015 – Vorbereitung

Ich bin ein wenig stolz auf mich. Warum? Weil ich ohne größere Schwierigkeiten 22 km gelaufen bin. Jeder der den Blog regelmäßig liest, weiß mittlerweile, dass ich mir das Ziel gesetzt habe den Vienna City Marathon 2015 in unter 4 Stunden zu laufen.

Der Trainingsplan dazu ist hart aber noch erträglich. Jedenfalls war heute der erste wirklich lange Lauf auf dem Plan. In einem langsamen Tempo. Wer selber viel läuft weiß, dass es manchmal schwieriger ist langsam zu laufen als ein etwas höheres Tempo. Aber beides muss halt sein um einen guten Trainingseffekt zu haben.

Das Wetter und die Bedingungen waren ideal. 7 Grad, Nebel, fast kein Wind und sehr gute Luft. Ich war heute auch mal fast ausgeschlafen und am Vortag nur lange unterwegs ohne was getrunken zu haben. Sprich für mich in absoluter Bestform. Mein Laufpartner war ebenfalls in Bestform. Florian ist krankheitsbedingt leider ausgefallen.

Also sind wir um 9.40 aufgebrochen und auf der Donauinsel gelaufen. Die Stimmung mit dem Nebel war einfach atemberaubend. Leider haben die 2 Fotos nichts von dem eingefangen wie es tatsächlich war.

Zwei Stunden und 25 Minuten später waren die 22km gelaufen. Genau das was wir uns vorgenommen haben. Pace 6.40. Danach waren wir nicht wirklich erledigt. Also nichts im Vergleich zu den schnellen aber kürzeren Läufen.

Jetzt am Abend merke ich, dass meine Füße schon richtig müde sind. Morgen werde ich wohl einen leichten Muskelkater haben.

Dennoch der Lauf an sich war genial. Absolutes Hochgefühl nach den vollen 22km. Ich freue mich auf die 25km nächste Woche Sonntag!

Nördlichste Stelle der Donauinsel
Nördlichste Stelle der Donauinsel
Donauinsel im Nebel
Donauinsel im Nebel

 

Training, Training, Training

Vier Wochen. Vier Wochen beinhartes Training. Leider kann ich den Plan nicht auf meinem Blog veröffentlichen aber jeder der ihn gesehen hat weiß, dass ich nicht übertreibe. Der Trainingsplan ist tatsächlich anstrengend und zwar richtig. Viel Laufen, Schwimmen, Radel fahren und Krafttraining. Jede Woche ist in 2 Ruhetage und 5 Trainingstage gegliedert. Von Woche zu Woche werden die Trainingseinheiten intensiver und länger. Noch lässt sich das gut mit der Arbeit und Privatleben vereinbaren.

Doch wie lange noch?

Die Tage werden kürzer. Man steht im Dunkeln auf und kommt im Dunklen wieder nach Hause. Danach aufraffen und Sport zu machen wird sicher nicht leichter werden. Vor allem wenn die Einheiten länger werden. Allerdings überwiegt nach wie vor der Spaß an der Sache. Tatsächlich freue ich mich jeden Tag, außer es ist Radfahren, unglaublich auf das Training. Es ist einfach super mit jeder Einheit zu merken wie sich die Leistung und das eigene Wohlbefinden verbessert. Hinzu kommt das die wirklich richtig langen Läufe am Sonntag zu meinem Wochenhighlight gehören. Nicht nur weil es eben lange Läufe sind sondern weil man auch dementsprechend viel Zeit mit Menschen verbringt die man gerne hat. Das ist unglaublich motivierend.

Ich bin schon gespannt was ich in vier Wochen schreibe wenn die Ersten 30km Läufe stattgefunden haben. Womöglich bei Schnee, Wind und Kälte. Da fällt mir ein ich sollte mir unbedingt noch etwas Ausrüstung für die wirklich kalten Temperaturen zulegen. Neue Schuhe wären wohl auch mal wieder angebracht.

Für den einen oder anderen klingt es sicher komisch aber ich bin wirklich froh darüber mir das Ziel – Marathon – gesteckt zu haben.

So alive

Es ist die vierte Woche im Marathon-Training und ich fühle mich am Leben wie schon lange nicht mehr. Rein körperlich war ich glaube ich noch nie so fit. Habe auch noch nie so viel unterschiedliche Sportarten gemacht wie Radfahren, Laufen, Schwimmen, Krafttraining und natürlich eine gesunde Ernährung. Langsam aber doch merkt man echt wie sich das Training und die Ernährung auswirken.

Aktuell ist es tatsächlich so, dass je länger die Läufe sind desto glücklicher bin ich. Gestern war ich alleine Laufen da Florian gerade in Tirol ist. Normal wäre Intervalltraining angesagt gewesen ca. 12 km. Bei mir ist es dann leider nur ein langer Intervall mit einer Geschwindigkeit von 12,5 km/h geworden. Es war echt unglaublich. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören mit dem schnelleren Tempo. Es hat sich in dem Augenblick einfach so richtig angefühlt. Für den Trainingsplan ist es natürlich nicht optimal. Aber was soll ich machen bin halt ein Rebell…

Ich habe ja schon geschrieben, dass Flo in Tirol ist. Normal laufen wir zu zweit oder mehr. Wenn man sich da mal dran gewöhnt hat ist es wirklich komisch alleine Laufen zu gehen. Klar zum Nachdenken kommt man mehr wenn man alleine geht. Aber der Akt des Laufens an sich macht mit mehr Menschen einfach auch mehr Spaß.

Natürlich ist es auch manches Mal zach und zwar so richtig zach. Wenn man den ganzen Tag im Büro ist, dann zum Tierarzt muss und um 19/20 Uhr noch 12 km läuft ist das nicht immer so lustig. Noch viel schlimmer ist das Radfahren. Aber das mag mich nicht und ich mag es auch nicht! SO, mit das auch einmal gesagt worden ist.

Ich freue mich jetzt tatsächlich sehr auf die längeren Läufe ab 22km. Der erste kommt am Ende der 5ten Woche. Bis dahin heißt es am Ball bleiben und heute den freien Tag genießen!

Praterallee bei Nacht
Praterallee bei Nacht