The Sky is the Limit

But there are footprints on the Moon!

Das Erste das ich höre als ich vor knapp 3 Wochen mit einem Kletterkurs in der Halle begonnen habe ist:“Mittlerweile ist Klettern ein Massensport. Das macht schon jeder.“ Da war ich gleich top motiviert bei der Sache.

Gut, dass ich etwas spät dran bin habe ich mir schon irgendwie denken können. Vor allem da vor 3-5 Jahren jeder im Kletterhype war, wenn man Facebook glaubt. Aber besser spät als nie oder? Also habe ich mich nicht entmutigen lassen. Soll es doch jeder machen. Ich jetzt halt auch!

Als kleiner Bub war kein Baum zu groß und keine Wand zu steil. Im Notfall wurde von Balkon zu Balkon geklettert. Hauptsache wo rauf, bei jeder Gelegenheit. Generell war klettern schon immer in mir drinnen, wenn ich so auf meine Kindheit schaue. Leider habe ich das Klettern aus den Augen verloren.

Das letzte Mal als ich „klettern“ war,war  2008 in Dublin. Ich bin in den Klippen herumgeklettert. Irgendwo auf einem kleinen Vorsprung komme ich mit einem gleichaltrigen ins Gespräch. Wir waren die einzigen die in den Klippen unterwegs waren. Es stellte sich heraus, dass er aus Österreich war und hier studiert. Klettern scheint doch was sehr „österreichisches“ zu sein.

Seitdem halten sich meine Klettererfahrungen im Erwachsenenalter sehr in Grenzen. Bis eben vor besagten drei Wochen.

Der Tag war wie eine Befreiung. Ich habe etwas gefunden was ich im laufe der Zeit verloren habe. Ein wunderbares und unbeschreibliches Gefühl der inneren Zufriedenheit. Sobald ich an der Wand bin fügt sich alles wie von selber zusammen. So als wäre es das natürlichste auf der Welt.

Ob gerade der anfängliche Enthusiasmus spricht oder langfristige Begeisterung wird die Zeit zeigen. Für den Moment ist es der absolute Wahnsinn und ich würde am liebsten 24/7 in der Halle verbringen. Wenn da nicht der Muskelkater und die schmerzenden und wunden Finger wären. Da muss man wohl oder übel auch mal eine Pause machen.

Ich freue mich auf den Moment an dem ich zum ersten Mal im freien Klettern werde. Jetzt erst mal den Kurs fertig machen und viel, sehr viel üben.

Nanga-Parbat
Nanga-Parbat
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12 Kilometer

Laufen im Prater
Laufen im Prater

Am 29.05.2015 habe ich mir den rechten Knöchel gebrochen. Auf meiner Laufstrecke im Wald beim Prater. Das ist heute ziemlich genau drei Monate her.

Die ersten zwei Monate war ich gar nicht laufen weil es nicht ging. Das stärkere Belasten hat einfach weh getan. Normal Spazieren gehen war am Ende dieser zwei Monate zum Glück schon sehr gut möglich.

Anfang August habe ich dann begonnen so 2-3 Kilometer langsam zu laufen. Das ging erstaunlich gut. Also habe ich die Kilometer kontinuierlich gesteigert.

Gestern Abend um 20 Uhr habe ich mir meine Laufschuhe angezogen. Bin aus der Türe raus und Richtung Prater gelaufen. Für den Wald war es zu dunkel. Ich will mir ja nicht noch einmal den Knöchel brechen. 12 Kilometer von Tür zu Tür. Es ist unglaublich befreiend wieder richtig laufen zu können.

 

 

Zum nichtstun verdammt

Stell dir vor der Himmel ist wolkenlos und die Sonne scheint. Ein perfekter Tag um sich im freien aufzuhalten. Du suchst deine Laufsachen zusammen, denn das Beste wäre jetzt an der Donau entlang zu laufen und dann noch eine Runde in ihr zu schwimmen.

Leider gibt es da ein klitzekleines Problem. Ein gebrochener Knöchel.

Jeder der regelmäßig Sport macht kennt das schöne Gefühl, das einem nach getaner Tätigkeit überkommt. Die müden Muskeln, der freie Kopf und das Gefühl etwas für sich getan zu haben. Das ist wirklich eine tolle Sache. Blöd wird es allerdings, wenn man dann einmal nichts machen kann, auch wenn man gerne möchte. Also durch blöde Umstände zum Nichtstun verdammt ist. Wie eben bei einem gebrochenen Knöchel. Leider verlangt der Körper trotz Bruch die Bewegung. Ein Bewegungsdrang macht sich breit der leider immer schlimmer wird. Die Beine jucken, der Rücken schmerzt und der Kopf ist voll von zusammenhangslosen Gedanken.

Ich brauche mir nichts vorzustellen. Der Himmel ist wolkenlos, die Sonne scheint und es ist ein perfekter Tag um sich im freien Aufzuhalten. Ich denke mir fünf Wochen, doch was ist das schon aufs Leben gerechnet und wische mir eine Träne aus dem Auge.

gebrochener Knöchel

Einmal nichts machen

Dieses Wochenende mache ich einmal nichts! Diesen Satz kennt wohl jeder. Man weiß es steht nichts an keine anstehenden Feiern, keine besuche der Familie und keine Verpflichtungen. Man wird einfach das ganze Wochenende entspannen. Die Füße hochlegen, Sport machen, sehr gut Essen, Bier am Donaukanal trinken und viel Zeit im Bett verbringen. Die Batterien aufladen.

Irgendwann in der Mitte der Woche am Abend. Florian und ich gehen mit Chewy im Augarten spazieren. Wir reden über dieses und jenes. Dieses Wochenende mache ich einmal nichts. Florian schüttelt nur leicht den Kopf.

Es ist Freitag, die Sonne scheint und ich will das Wochenende mit einem schönen Lauf im Prater beginnen. Gedacht getan. Es fühlt sich gut an auch für Chewy der neben mir rennt. Wir schlagen uns in den Wald. Es tut gut abseits der Massen zu laufen. Dieses Wochenende mache ich einmal nichts!

Ich knicke am rechten Fuß ein. Es tut ziemlich weh. Hoffentlich nur verstaucht. Kein Mensch weit und breit zu sehen und das Handy ist natürlich zu Hause. Aus der Leine und einem Stecken baue ich mir eine Schiene. Ein anderer Ast dient als Krücke. ALs ich endlich auf der Straße bin nehmen mich die zwei Taxifahrer nicht mit weil der Hund so schmutzig ist. Also humple ich auch noch den Rest des Weges nach Hause. Insgesamt brauche ich fast zwei Stunden.

Nach drängen rufe ich doch bei der Rettung an. Ich sehe das AKH zum ersten Mal von innen. Einige Stunden später ist klar. Ja da ist etwas gebrochen. Toll denke ich mir. Dieses Wochenende mache ich einmal nichts! Vor meinem geistigen Auge sehe ich Florian leicht den Kopf schütteln.

Knöchelbruch

 

 

 

 

Laufen mit Hund

Ich weiß nicht ob ich es schon ein Mal geschrieben habe. Als ich im 18. Bezirk in Wien gewohnt habe bin ich immer in den Türkenschanzpark zum Laufen gegangen. Dort sind mir immer wieder HundebesitzerInnen entgegengekommen. Für mich war das immer das Größte zu sehen wie viel Spaß die Hunde und BesitzerInnen dabei haben. Der Wunsch einen Hund zu haben war immer da. Aber in dieser Zeit ist er einfach besonders groß geworden. Zu schön dieses Bild vom Vierbeiner der neben dem Zweibeiner läuft.

Zwei Jahre später ist dieses Bild für mich real geworden. Zwar nicht im Türkenschanzpark aber im Augarten und Prater. Jetzt liebe ich es wenn mich Menschen anlachen weil Chewy neben mir her läuft und es offensichtlich ein schönes Bild sein muss. Vielleicht denken sie sich auch, das will ich auch einmal haben.

Warum ich diesen Eintrag schreibe? Weil ich letzten Sonntag ein besonders schönes Erlebnis hatte. Ich bin recht früh wach geworden. Konnte mich aber nicht wirklich motivieren einen Fuß vor die Türe zu setzen. Aber wie ich nun mal bin habe ich mich doch aufgerafft. Sonntag ist halt Lauftag da gibt es nix zu rütteln! Chewy und ich laufen also los Richtung Prater und prompt kommt die Sonne hervor. Vor kurzem hatte ich einen Artikel gelesen über die Schleichwege im Prater und wie toll es da zu laufen ist. Also haben wir uns in die Büsche geschlagen und sind nicht auf der Hauptallee gelaufen. Man taucht augenblicklich in eine andere Welt. Umgestürzte halb verrottete Bäume über die man springen kann. Rehe und Hasen die den Weg kreuzen. Es ist einfach herrlich. Das Beste ist aber ein kleiner See in dem Hunde schwimmen können. Während ich gelaufen bin ist Chewy geschwommen oder wie ein irrer das Ufer entlang gelaufen. Ich mit einem lauten Geronimo auf den Lippen und Chewy, könnte er sprechen, sicher auch!

Ich freue mich auf den nächsten Lauf im Prater.

Chewy im Prater

 

Hin und Zurück

Das war eine lange Abstinenz. Man glaubt es kaum aber ich habe es wirklich vermisst auf meinem Blog zu schreiben. Irgendwie gewöhnt man sich daran und es wird Teil von einem selber. Man hat die Möglichkeit alles erlebte noch einmal zu reflektieren und zu verarbeiten. Echt eine tolle Sache. Puh aber wo soll ich heute anfangen zu schreieben. Es ist so viel passiert, dass ich mit Leichtigkeit ein Buch füllen könnte. Aber fangen wir am besten von Vorne an.

Monday

Der schlimmste Tag der Woche im Normalfall. Gestern aber nicht. Da war es ein wunderbarer Tag. Nicht nur weil ich mir frei genommen habe. Gestern war ich mit Chewy spazieren und mir wurde eine der schönsten und Ruhigesten Plätze in Wien gezeigt. Es war einfach herrlich. Danach wollte ich eigentlich früh ins Bett nur das Leben scheint aktuell andere Pläne mit mir zu haben. Also wurde ich spontan zum Essen eingeladen und habe mich mal wieder herrlich verquatscht. Tja wenn es nicht immer so verflucht interessant wäre. Ein Glas Wein muss dann halt auch noch sein.

Wunderbarer Platz in Wien
Wunderbarer Platz in Wien

Immer wieder Österreich

Sonntagabend. Die Sonne scheint und drei wackere Helden machen sich auf den Weg um Geschichte zu erleben und somit Teil dieser zu sein. Österreich – Montenegro. Die Erwartungen waren riesig. Schafft es die 11 von Marcel Koller einen Sieg zu erringen? Die Antwort ist ja. Fulminant! Die Stimmung im Stadion war einfach unglaublich. Aber auch gewöhnungsbedürftig. Ich mag ja Fußball echt gerne aber ich verstehe nicht warum man den „Gegner“ Auspfeifen muss wenn er den Ball hat. Klar bei einer Schwalbe ist das kein Thema. Da Pfeife ich auch mit aber einfach so den „Gegner“ auspfeifen nur weil man es eben kann. Das habe ich als nicht so prickelnd empfunden. Generell war es aber eine super Sache und ich werde auch sicher wieder das eine oder andere mal en Spiel im Station anschauen. Gänsehaut pur. Vor allem weil wir gewonnen haben. Weiter so!

Vor dem Spiel!
Vor dem Spiel!
Vorfreude ist die beste Freude
Vorfreude ist die beste Freude
Unglaubliche Stimmung im Stadion
Unglaubliche Stimmung im Stadion

Pub Crawl

Was für Freunde. Was für eine Nacht. Was für ein Fest. Ich bin noch immer sprachlos. Das beste Geschenk zu meinem 30er war, dass so viel Menschen gekommen sind. Vor allem wirklich nur Menschen die ich gerne habe. Für alle die es nicht geschafft haben – schämt euch! Na Blödsinn. Der 40er kommt bestimmt. Echt unglaublich was da teilweise los war. Allerdings war es Segen und Fluch zugleich so viele Menschen auf einmal zu sehen. Ich hätte gerne jedem die Zeit geschenkt die er oder sie verdient hat. Leider war das nicht wirklich möglich. Zum Glück konnte ich mit allen, wenn auch nur kurz, reden. Verdient hättet ihr natürlich einen ganzen Abend! Die Idee mit dem Pub Crawl hat sich finde ich super bewährt. Bei jedem neuen Pub sind Leute dazu gestoßen oder wieder gegangen und jedes Pub war dadurch wie eine eigene Episode im Film des Abends. Auch wenn es vielleicht ein wenig Chaotisch war, war es schlussendlich ein voller Erfolg. 6 Pubs – zu viel Bier und 5 glückliche Gewinner. Bei den T-Shirt Preisen habe ich ja noch mal Glück gehabt  das es nicht mehr geschafft haben!

Pub Crawl Gewinner
Pub Crawl Gewinner

Marathon Training

Die Wörter Erbarmen oder Gnade kommen im Wortschatz des Trainigsplanes nicht vor. Egal wann und egal wo – geschwitzt wird immer. Schlafen – überbewerteter Luxus. Erholung – was für Schnullis. Verdammt ich wäre so gerne ein Schnulli!

Sonntag nach 6 Stunden Schlaf und einer kleinen 12 Stündigen Party sind 12 km ein richtiges Zuckerschlecken – NICHT. Wir haben es dennoch gemacht und geschafft. Wir – weil Florian natürlich auch mit dabei war. Er hat Übrigens als einer der 5 Gewinner den Pub Crawl beendet was die 12 km noch beeindruckender machen. Mir ging es danach  erstaunlicher Weise um einiges besser als davor. Aber ich laufe halt auch einfach gerne. Nicht um sonst sind Forrest Gump und Chariot of Fire meine Lieblingsfilme.

Zombilauf
Zombilauf
Laufen im Prater
Laufen im Prater

Chewy

Was soll man sagen. Er hat seine Zeit im Urlaub sichtlich genossen. War aber unglaublich happy wie er mich wieder gesehen hat. Jetzt wird der Ernst des Lebens für uns beide beginnen. Mit etwas Glück erreiche ich heute noch unseren möglichen neuen Trainer. Würde uns beiden sicher sehr gut tun. Wir haben lange genug auf der faulen Haut gelegen. Jetzt ist es Zeit für Disziplin!

Chewy auf Ulraub
Chewy auf Ulraub

Diese Woche habe ich sehr viel zu tun. Ich hoffe ich schaffe es dennoch jeden Tag was zu schreiben. Wenn nicht gibt es halt mal nur neue Chewy Fotos. Wobei nur und Chewy Fotos nicht zusammenpassen. Keep on going! Danke für alles!

 

 

 

 

vienna night run 2014

Was mich da geritten hat als ich für den vienna night run angelemdet habe kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Dass ich mich auch noch für den Startblock A angemeldet habe und das Ganze unter 25 min rennen will, geht mir schon gar nicht ein. In Form ist das sicher kein Problem. Allerdings habe ich am Sonntag einen Probelauf gemacht und 32 Minuten gebraucht für die 5km. Klar bin ich gemütlich gelaufen aber viel mehr war nach drei Wochen Krankheit auch nicht drinnen.

Heute um 19.50 war der Startschuss. Also bin ich um 19 Uhr von zu Hause aufgebrochen. Blöd, dass die 2er BIM nicht gefahren ist. Also bin ich los gelaufen. Als ich bei der U2 war dachte ich mir. Bist du so weit gekommen, kannst du auch gleich weiter Laufen. Bei der nächsten U-Bahn-Station angekommen dachte ich mir. Bist du so weit gelaufen, kannst du auch gleich bis zum Start laufen. Gedacht getan. 5km zum Aufwärmen.

Am Start war die Hölle los. Super Atmosphäre. Gewaltige Stimmung. Alle bedenken verflogen das, das ein Fehler war mit der Anmeldung.

Als der Startschuss gekommen ist, bin ich los wie ein junger Gott. Das Rennen war wie eine Befreiung. Leider habe ich kurz vor dem Ziel einfach gemerkt, dass die Kondition nach der Grippe einfach noch nicht wieder so fit ist. Da bin ich ein wenig eingebrochen. Mit dem Schlusssprint war es also leider nix. Daher auch nicht unter 20 Minuten.

Dennoch genau 20 Minuten für die 5km – http://www.maxfunsports.com/result/704

Ich bin extrem zufrieden und wirklich überrascht, was ich raus holen konnte.

Start beim vienna night run
Start beim vienna night run
Fertig aber glücklich am Heimweg
Fertig aber glücklich am Heimweg