Ab wann ist es zu viel?

Gestern habe ich endlich eine heiß ersehnte Nachricht bekommen. Ich wurde zum Masterstudium Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit angenommen. Also bin ich gestern gleich mal auf ein paar Bier beim Donaukanal gegangen. Auf sowas muss nämlich angestoßen werden. Neben der Freude und Erleichterung an diesem Abend kam das Gespräch irgendwann trotzdem zu dem Punkt wo wer frage – „Wie wirst du dass alles unter einen Hut bringen du machst doch jetzt schon so viel?“ Eine Frage die ich mir natürlich gestellt habe aber bis jetzt erfolgreich verharmlost bzw. auch gleich wieder verdrängt habe.

Ab wann ist es zu viel?

Ich würde sagen mein Leben ist ganz gut ausgefüllt bis jetzt. Nicht das ich gestresst bin. Nein das will ich nicht sagen. Das gestresst sein überlasse ich gerne dem Rest der Welt. Trotzdem kommt es mal vor, dass der eine oder andere Tag etwas hektischer oder ausgefüllter ist als andere Tage. Aber wem geht das nicht so?

Ab September kommt jetzt ein Studium zu Hund, Sport, Job und Leben dazu. Zwei Jahre lang. Ich weiß, dass das sehr viele Menschen machen und ganz leicht, ok vielleicht nicht ganz so leicht, schaffen. Vor allem Frauen scheinen dieser doppel, dreifach und vierfach Belastung leichter zu trotzen. Ich weiß noch nicht wie es mir ergehen wird.
Ich weiß nur, dass es mir im Moment richtig und wichtig erscheint diesen Weg zu gehen. Daher kann es doch nicht so falsch sein?

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Das Leben der Anderen

Meine Augen sind offen obwohl sie brennen. Seit Stunden wach und keine Chance auf Schlaf. Jemand hat mir mal gesagt man soll aufstehen wenn man nicht einschlafen kann. Ich bleibe liegen und lasse meine Gedanken weiter ihre Kreise ziehen. Es ist nicht so als ob ich nicht versuchen würde sie aufzuhalten. Es gelingt nur einfach nicht. Also schreibe ich sie auf. Vielleicht ordnen sie sich dann leichter.

Die Fragen:

Warum machen wir das Leben anderer zu unserem eigenen? Bin ich als Mensch für andere verantwortlich auch wenn ich merke dass es mir dabei nicht gut geht? Bis zu welchem Punkt will ich mich verantwortlich fühlen? Bin ich egoistisch wenn ich meine Bedürfnisse kenne und nach ihnen handle? Wie weit kann man einem Menschen helfen der die Hilfe nicht haben will? Ist es ein Zeichen von gesunder Selbstreflexion diese Situation zu erkennen. Was ist aber wenn ich die Situation erkannt habe aber nicht handeln will oder kann?

Die Gedanken:

Ich glaube wir Menschen neigen dazu Dinge kompliziert zu machen. Das hat sicher mehrere Gründe. Zum Beispiel klammern wir uns an Gewohnheiten auch wenn wir eigentlich wissen, dass sie uns nicht gut tun. Aber sie geben uns Sicherheit in einer turbulenten Zeit. Auch wenn nur eine vermeintliche Sicherheit. Oder wie Bilbo sagt: „Es ist eine gefährliche Sache, Frodo, aus deiner Tür hinauszugehen. Du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen.“ Trotzdem ist er gegangen. Das war auch gut so. Sonst hätte Sauron gewonnen. Vielleicht ist es bei uns nicht ganz so Weltverändernd wenn wir die Gewohnheit zurück lassen. Merken werden wir es aber erst wenn wir uns in Bewegung setzen.

Wir haben Stress weil es in unserer Zeit zum guten Ton gehört. Frag irgendwen auf der Straße und er wird sagen „Ich hab so einen Stress in der Arbeit, im Leben einfach überall“. Man muss es sagen denn ansonsten könnte man ja als Faul da stehen. Stress ist der gewünschte Normalzustand. Außer an 5 Wochen im Jahr. Aber selbst da findet man einen Grund um Stress zu haben. Der Urlaub MUSS schön sein und vor allem MUSS es jeder wissen.  Selbst wenn wir keinen wirklichen Stress haben sagen wir es uns so lange vor bis wir es selber glauben. Sollten wir dann mal wirklich Stress haben wundern wir uns wenn  wir „plötzlich“ Burnout haben. Das hat ja keiner kommen sehen. Sollte man nicht viel mehr Menschen nacheifern die ihr Leben so gestalten dass sie nicht gestresst sind aber dennoch alles schaffen was notwendig ist. Menschen die das Leben gehen und nicht rennen. Ankommen werden wir irgendwann alle am Ende. Machen dann halt außer Atem.

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel gelesen wo es um Roboter ging die immer mehr unseren Alltag gestalten. Anfänglich. Der Artikel nahm eine interessante Wendung. Die Conclusio des Artikels war, dass wir Menschen immer mehr zu Robotern werden. Durchorganisiert und durchgeplant bis in die letzte Haarspitze. Wir nehmen uns selber die Zeit zum frei Atmen. Ach das stimmt nicht. Wir planen natürlich Zeit zum frei Atmen ein. Hamm was sagen wir, eine Stunde am Tag? Das muss reichen.  Von 12 bis 12:30 und dann noch mal von 17:30 bis 18 Uhr. Blöd nur wenn es dann nicht klappt in diesem Zeitfenster. Ach morgen wird es schon klappen! Ansonsten bleibt ja noch das Wochenende. Nach Putzen, Einkaufen, Wäsche waschen und das erledigen sonstiger Verpflichtungen zu denen man unter der Woche nicht kommt. Blöd ist es dann wenn auf halber Strecke plötzlich die Luft ausgeht.

Die Lösung:

Gibt es eine? Vermutlich und für jeden wird es eine andere sein. Ich glaube aber dass es für alle eine Gemeinsamkeit gibt. Man muss sein Leben selber in die Hand nehmen. Für viele leichter gesagt als getan. Aber es ist nun mal das Einzige das uns einer Lösung wirklich näher bringen kann. Ansonsten wird uns sie Entscheidung abgenommen werden. Nämlich dann wenn der Körper auf seine Weise STOP schreit.

Ich wache auf. Das Schreiben hat offensichtlich geholfen. Ich ziehe mich an nehme meinen Stock und gehe aus der Türe. Vor meinem geistigen Auge sehe ich Gandalf lächeln.

 

Guten Morgen

Ich wache auf. Der Wecker am Handy zeigt Punkt 6 Uhr an. Wie jeden Tag zieht der gleiche Gedanke durch den Kopf. Snooze oder nicht? Meistens entscheide ich mich dagegen. Warum auch? 10 Minuten mehr im Bett? Bin ich deswegen wirklich weniger müde oder ausgeruhter? Lieber die Zeit am Ende des Tages haben als in der Früh im Bett die mir in Wirklichkeit eh nicht hilft. Diese Entscheidung fällt jeden Morgen in Sekunden. Dennoch treffe ich sie jeden Tag aufs Neue. Ab und an gewinnt der Snooze. Selten.

Ich am Morgen
Guten Morgen

Warum?

Früher als ich noch geraucht habe war mir der Morgen heilig. Bloß keine Eile. Alles mit der Ruhe. Café machen, Zigarette drehen und gemütlich Zeitung lesen. Dafür bin ich auch gerne früher aufgestanden. Hauptsache es war keine Hektik am Morgen. War ich wirklich entspannt oder ist es die Erinnerung an „die gute alte Zeit“?

Heute ist das anders. Der Wecker klingelt. Eine Sekunde um zu entscheiden ob Snooze oder nicht. Nein kein Snooze. Aufstehen und anziehen. Das Gewand schon am Abend her gerichtet um bloß keine Zeit zu verlieren. Ins Bad und Zähne putzen. Mit der Zahnbüste im Mund Café machen und in die Mug füllen. Handy, Schlüssel, eReader, Mug, Geldtasche und Chewy bei mir – check. Raus aus der Türe. Es ist 6:15 Uhr. Mist eine Minute länger als gestern.

Ich bin auf dem Weg in die Arbeit.

Der Tag der Unterhosen

Die Geschichte kennt viele Rituale in denen ein Junge zum Mann wird. Das reicht von den extremen Situationen wie aussetzen in der Wildnis um eine Nacht zu überleben bis hin zu einem einfachen Fest wo die größte Gefahr von den Verwandten aus geht (Zwickerbussi).

Ich hatte Glück. Ich hatte weder das eine noch das andere. Ob das nun heißt, dass ich ewig ein Junge bleibe? Vermutlich. Allerdings hat sich am Wochenende etwas ereignet, das ich sehr wohl als einen gewaltigen Schritt vom Jungen zum Mann bezeichnen würde. Wenn es nicht sogar das Rituale des 21. Jahrhunderts wird.

Am Samstag habe ich etwas getan, das ich zum Ersten Mal in meinen 30 Jahren gemacht habe. Nicht weil ich es etwa wollte, nein es war eine Notwendigkeit die keinen Aufschub mehr duldete. Für mich war aber klar, dass nichts mehr so wie davor sein würde.

Um nicht gänzlich unvorbereitet zu sein, habe ich mir bei einem ausgiebigem Frühstück (klingt männlicher als Brunch) den nötigen Input geben lassen. Ich wollte wenigstens vorbereitet sein. Man weiß ja nie so genau im vorhinein. Um ca. 12 Uhr habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Ein Weg der mich vom Jungen zum Mann werden lässt.

Also bin ich rein in diesen überfüllten H&M an einem Samstag um die Mittagszeit, habe mir das erst beste paar Boxershorts gekrallt und bin zur Kassa gestürmt. Ohne dabei mit der Wimper zu zucken. Es war vollbracht. Nach 30 Jahren mit geschenkten Boxershorts leben, habe ich meine ersten vier selber gekauft.

Mit Fug und Recht wage ich zu behaupten – Ja, jetzt bin ich ein Mann!

Damit keiner auf dumme Ideen kommt und meinen Erfolg anzweifeln kann. Hier das Beweisfoto:

Boxershorts zum ersten Mal selber gekauft
Boxershorts zum ersten Mal selber gekauft

Lieblings Filme

Als erster Serien, dann Bücher und jetzt auch endlich Filme.

Sonntagnachmittag, es regnet, der Wind pfeift und auch sonst ist es unwirklich vor der Türe. Am Herd steht eine Gemüsesuppe und im Ofen ein Apfel-Mohn Kuchen. Das Sofa lacht mich an – komm und setze dich – will es mir sagen. Ich schnappe mir eine Decke und mache genau das. Es ist Zeit für einen guten Film.

Die Qual der Wahl

Ich finde es gibt unheimlich viele gute beziehungsweise sehr gute Filme. Wobei nicht immer jeder Film zu jeder Stimmung passt. Dennoch habe ich all time favorites. Um es Fair zu halten trenne ich zwischen Trilogien und Einzelfilmen.

Trilogien:

  1. Star Wars: Eine der besten Trilogien aller Zeiten. Warum nur Trilogie? Finde man kann sich die neuen drei Teile schon anschauen. Aber die kommen in keiner einzigen Szene an die alten dran. Wie es mit den nächsten Teilen ausschauen wird? Wir werden sehen.
  2. Lord of the Rings: Mit Star Wars auf einem Level. Mache da keinen Unterschied. Schaue beide gleich gerne. Muss man fast im Marathon sehen.
  3. Indiana Jones: Reihe ich für mich unter die anderen beiden Trilogien ein. Aber was soll ich sagen. Indieeeeee! (Der vierte Teil existiert nicht!)
  4. Alien: Einfach gute Filme. Dennoch auf Rang 4 der Trilogien.
  5. The Godfather: Bei den Ersten beiden Teilen muss ich wohl nichts dazu sagen. Der letzte ist ok. Aber nicht im Vergleich zu den ersten beiden.
  6. Back to the Future: Das sind Filme die kann man sich einfach immer wieder anschauen.

Matrix nehme ich bewusst nicht rein. Finde die Filme klasse und es ist gute Unterhaltung aber nur der Erste Teil wäre würdig in der Liste zu stehen.

Einzelfilme:

  1. Forrest Gump: War nicht nur mein erster Film auf VHS sondern ist auch mein unangefochtener Lieblingsfilm. Ich finde da passt einfach alles vom Anfang bis zum Ende.
  2. Into the Wild: Der Film schafft es eine ganz besondere Sehnsucht in mir zu wecken. Einfach unheimlich berührend.
  3. Schindlers List: Ich weiß nicht was ich sagen soll. Erschreckend? Gut? Beides?
  4. Gladiator/Braveheart: Ich kann  mich nicht entscheiden drum beide auf Platz 4
  • City of God
  • Darjeeling Limited
  • Once
  • American History X:
  • American Beauty
  • Amélie
  • V for Vendetta
  • Trainspotting
  • A Beautiful Mind
  • Hotel Rwanda
  • Donnie Darko
  • Shutter Island
  • Die Truman Show
  • La vita è bella
  • Ziemlich beste Freunde
  • Good Will Hunting
  • Die fetten Jahre sind vorbei
  • Almanya – Willkommen in Deutschland
  • Die Welle
  • Wer früher stirbt ist länger tot
  • Seven
  • Inception
  • The Pianist
  • 28 Days Later
  • Pulp Fiction
  • Chariots of Fire
  • The Shawshank Redemption
  • Interstellar
  • Eternal Sunshine of the Spotless Mind
  • In Bruges

Eigentlich kann ich die Filme gar nicht reihen und will es auch nicht. Jeder hat etwas eigenes das ihn zu einem guten Film macht.  Außerdem habe ich sehr viele Filme auslassen die ich wirklich gut finde. Vielleicht stelle ich auf IMDb mal eine Liste zusammen mit allen Filmen die ich empfehlen würde. Da wird das definitiv zu lange.

Was sind eure must see Filme?

 

 

Wie will ich leben

Wie will ich leben? Diese Frage beschäftigt mich nicht zum ersten Mal in meinem Leben. Immer wieder hat sich mir diese Frage gestellt in den letzten 30 Jahren. In den unterschiedlichsten Lebenssituationen hatte sie unterschiedliche Folgen. Jedes Mal war danach alles anders und ich bin gestärkt aus der Veränderung hervor gegangen.

Jedoch war die Frage noch nie so aufdringlich wie in den letzten Monaten. Genau genommen seit ich Chewy habe. Ich bin mir sicher, dass er in einigen Bereichen meine Art zu denken verändert hat. In wie weit kann ich heute noch nicht beurteilen. Lediglich, dass es so ist. Chewy ist sicher nicht der einzige Grund. Es kommen einfach viele Dinge zusammen. Tatsache ist, ich denke darüber nach wie ich leben will. Heute, morgen oder auch erst übermorgen. Vielleicht einmal keine Revolution sondern eine Evolution. Wäre einen Versuch wert.

Jetzt muss ich mich natürlich unweigerlich fragen woher dieser Gedanke kommt und warum er so aufdringlich ist?

Ist es Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation? Das kann ich definitiv ausschließen. Natürlich, wie ich geschrieben habe, ist es aktuell etwas viel. Das ist es aber bei vielen Menschen so, da bin ich kein Einzelfall. Allerdings bin ich im Kern  unglaublich Glücklich mit meinem Leben. Es gibt keinen wirklichen Grund es nicht zu sein.

Ist es Rastlosigkeit? Kann ich schon nicht mehr definitiv ausschließen. Ich bin im Grunde genommen ein Mensch der nicht zu Rastlosigkeit neigt. Glaube ich jedenfalls. Wenn man sich die letzten Jahre von mir anschaut, muss ich das aber in Frage stellen. Viel mehr Veränderung wäre dann schon ein Nomadenleben. Wobei diese Veränderungen mehr von äußerlichen Faktoren ausgelöst worden ist und nicht weil ich es unbedingt wollte.

Ist es der Wunsch etwas anders zu machen? Ich weiß nicht wie es euch geht. Aktuell lese ich einen Artikel nach dem anderen über die Gen Y. Es scheint wohl Mode geworden zu sein darüber zu schreiben. Fast alle Artikel haben eine Aussage gemein. Viele der Generation Y wollen anders Leben als ihre Eltern oder Großeltern. Auto, Wohnung, Haus, Kariere, Sicherheit, materieller Wohlstand sind nicht mehr bei allen das große Ziel im Leben.

Manche, so wie ich, wollen etwas anderes. Einen „neuen“ Weg gehen. Sich auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren. Bei mir ist es der Wunsch wieder meine Hände dreckig zu machen. Mir etwas Reales aufbauen. Tatsächlichen Wert schaffen. Nicht ausschließlich. Ich will so wie bisher ganz normal in einem Unternehmen oder einer  Organisation arbeiten. Allerdings weniger. Was nicht heißt unproduktiver. Ganz im Gegenteil.  Natürlich will ich nicht nur 20,25,30 Stunden in der Woche arbeiten. Aber eben anders Arbeiten. Ich will praktische Dinge lernen und dieses Wissen mit anderen Teilen. Es gibt heute so unglaublich viele Dinge die wir machen können. Das einzige was wir uns dafür nehmen müssen ist Zeit.

OK – wie will ich leben?

Wohnen – Ich will außergewöhnlich wohnen – anders. Ich möchte so viel wie möglich selber machen und ich will dafür keine Schulden machen müssen. Es muss leistbar sein und daher laufenden Kosten gering. Auf unnötigen Schnickschnack wird verzichten. Es muss einfach sein aber lustvoll. Ideal finde ich das Konzept vom Einbaumhaus. Es vereint alles was ich gerne möchte. Es bietet vor allem viel Raum um weitere Ideen rund um das Einbaumhaus zu entwickeln.

Arbeiten – Ich will eine Arbeit welche die Grundbedürfnisse sichern kann. Wo ich, wenn nötig, auch mal mehr machen kann. So wie jetzt nur eben nicht unbedingt 38 Stunden sondern weniger. Mein zweites Standbein soll mehr handwerklicher Natur sein. Ich will Sachen herstellen die ich tauschen oder verkaufen kann oder ganz einfach zum Selber verwenden. Ich will mein eigenes Gemüse und Obst anbauen und ich will eigene Hühner haben.

Gemeinschaft – Ich will mehr Zeit für Menschen haben die mir wichtig sind. Ich muss nicht 24/7 mit ihnen verbringen aber doch deutlich mehr Zeit als es jetzt der Fall ist. Ich will gemeinsam an Projekten arbeiten und Dinge erschaffen. Etwas das einen Mehrwert für viele hat nicht nur für mich.

Verantwortung – Ich will nicht egoistisch durch die Welt gehen und nur mein Wohl im Fokus haben. Wenn es mir gut geht kann ich dann nicht versuchen andere, die es schwerer haben, daran teilhaben zu lassen?

Mir ist bewusst, dass es für viele, ziemlich verrückt klingt. In meinem Kopf schaut das Ganze allerdings schon sehr real aus. Wie und wann ich das genau mache, lasse ich mir selber offen. Evolution keine Revolution. Viel hängt auch davon ab ob es Leute gibt die das ähnlich sehen und Lust auf dieses Lebens-Experiment haben. Wobei wenn ich genauer darüber nachdenke kann man es auch alleine starten. Es ist ein langfristiges Ziel. Das es erreicht werden kann steht für mich außer Frage. Ich muss nur aufstehen und es tun!

 

 

Der Sturm vor der Ruhe

Ein Klagelied? Nein eine Feststellung und ein Resümee der letzten Wochen und Monate. Normal sagt man ja die Ruhe vor dem Sturm. Nur was ist wenn ich mich schon mitten im Sturm befinde? Kommt danach wieder die Ruhe, von alleine? Im Idealfall sollte das sicher so sein. Wenn der Sturm allerdings zu lange dauert, könnte es unangenehme Folgen haben. Für mich und natürlich dann auch für mein direktes Umfeld. Daher muss ich versuchen mich in den Wind zu drehen. Den Sturm zu beenden dazu bin ich nicht in der Lage. Aber beigedreht kann ich ihn sicher gut überstehen.

Eine Erklärung

Veränderung ist gut. Dadurch kann ich mich weiter entwickeln. Was ist aber wenn sich alles auf einmal ändert? Oder sehr viel? Dann kann Veränderung die ja an sich schon Belastung ist zur Überlastung werden. Im konkreten Fall bei mir sind es Folgende Dinge die sich verändert haben:

  • neuer Job (Traumjob)
  • Anschaffung eines Hundes
  • Marathon Training
  • bloggen
  • neue Wohnung (WG-Leben an das ich mich auch erst wieder gewöhnen muss)

Das hat sich alles in sehr kurzer Zeit geändert. Dazu kommt das ich sehr viel unternehme, was in Wien nicht gerade schwer ist. Konzerte, Vorträge, Poetry Slams, einfach nur in ein Pub auf ein Bier Menschen treffen oder neue kennen lernen oder auch einfach wild fremden Menschen beim Übersiedeln helfen. Das Problem ist allerdings, der Tag hat nur 24 Stunden. Für jeden von uns. Problem? Nein natürlich nicht. Zum Glück hat er nur 24 Stunden. Der Rest ist ein Thema der Organisation. Die wiederum ist ein Problem. Zumindest aktuell. Ich bin unorganisiert. Vielleicht wirkt das nach außen nicht so aber so ist es tatsächlich.

Ein Beispiel meiner Unorganisiertheit: Jeder der mich länger kennt weiß, dass ich Sachen gerne gleich erledige. Wenn ich übersiedle dauert das keine Wochen bis alles fertig ist sondern geht meistens wirklich schnell. Am besten noch am gleichen Tag selbst wenn es die ganze Nacht dauert. Vor einer Woche habe ich Tischfüße für meinen Schreibtisch bekommen. Die sind bis gestern Abend in meinem Zimmer gelegen. Ich habe es einfach nicht geschafft sie zu montieren. Keine 5 Minuten Arbeit. Es ist sich einfach nicht ausgegangen.

Jetzt kenne ich Menschen, vor allem Frauen, bei denen ist das immer so. Wirklich immer. Jeder Tag volles Programm – nicht 100% sondern 110%. Über Jahre hinweg. Dabei auch noch teilweise richtig gut organisiert. Will jetzt bitte niemanden der sich angesprochen fühlt vorwerfen er/sie sei unorganisiert! Ich frage mich nur ernsthaft wie das geht?

Ich muss ganz ehrlich gestehen. Würde ich jetzt so wie aktuell weiter machen, kann ich mich in ein paar Monaten einliefern lassen. Ich brauche meine Abende wo ich blöd schaue und einfach nix mache! Ach was – nicht nur Abende – ganze Tage! Ich fühle mich wie ein Hamster im Hamsterrad der keine Möglichkeit hat links oder rechts raus zu kommen. Außer mit einer Vollbremsung. Dann wird es mich zwar überschlagen aber ich liege danach still. Besser einmal überschlagen als ewig weiter zu laufen bis ich schlussendlich stürze und mich dann erst wieder überschlage. So habe ich es wenigstens selber unter Kontrolle und kann den Zeitpunkt bestimmen. Ich muss entschleunigen. Punkt

Aber was heißt es eine Vollbremsung hinlegen? Alles liegen und stehen lassen? Wäre sicher konsequent und zielführend. Aber Sinnvoll? Ich mache ja alles sehr gerne. Ich blogge wirklich gerne, auch wenn aktuell sehr wenig kommt. Ich lebe unglaublich gerne in der WG aber es ist einfach wieder so ungewohnt. Das Marathon Training ist mir enorm wichtig. Jeder Meter den ich laufe ist ein glücklicher Meter. Wie schon mal geschrieben liebe ich meinen Job, auch wenn ich aktuell mehr arbeiten muss als mir lieb ist. Chewy – das muss ich jetzt wohl nicht wirklich schreiben.

Ich muss einfach wieder lernen mir meine Freiräume zu schaffen. Ich konnte das mal sehr gut. Wann der Punkt gekommen ist an dem ich es nicht mehr konnte weiß ich nicht mehr. Klare Grenzen setzen und auch mal nein sagen. Auf Dinge und Menschen konzentrieren die mir wirklich wichtig sind. Das nehme ich mir für die kommenden Wochen und Monate vor.

 

 

 

Bücher

Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)

Ich habe nicht mein ganzes Leben schon gerne gelesen. Es gab Zeiten in denen mich lesen gar nicht interessiert hat. Wann mich allerdings das Interesse an Büchern gepackt hat kann ich leider nicht mehr sagen. Vermutlich hat es aber erst in der Oberstufe begonnen. Da hat es mich dann aber so richtig gepackt. Zeitung lesen ist etwas anderes. Das mache ich tatsächlich schon ewig. Aber um Zeitungen soll es hier heute nicht gehen.

Lesen – Für mich gehört Urlaub am Meer oder See und lesen zusammen. Einen Urlaub ohne Bücher kann ich mir sehr schwer vorstellen. In einem wirklich guten Urlaub müssen schon ein paar Bücher gelesen werden. Jetzt wo ich darüber schreibe bekomme ich grad richtig Lust auf einen Strand, Hängematte, Schatten und ein gutes Buch! Oh und wie groß die Lust gerade wäre. Ein Königreich für ein Buch und Urlaub.

Das tollste finde ich dann auch noch, mit Leuten die das Buch ebenfalls gelesen  haben, darüber zu reden. Als aktuelles Beispiel natürlich Game of Thrones. Wer alle Bücher gelesen hat kann sicher verstehen warum man danach gerne darüber reden will. Da fällt mir ein – ich glaube ich lese die jetzt noch einmal. An alles kann ich mich nicht mehr erinnern. Ist ja auch schon eine ganze Weile her. Verdammt spannend.

Jedenfalls hat sich mit der Zeit auch immer wieder geändert was ich gerade gerne lese. Irgendwann hat sich aber ein Genre als mein Lieblings Genre herauskristallisiert. Von historischen Romanen kann ich gar nicht genug bekommen. Am liebsten mag ich Romane die im Mittelalter spielen und da vor allem in der Zeit rund um die Rosenkriege. Aber nur weil ich sie am liebsten mag heißt das nicht, dass ich andere nicht genau so verschlinge. Natürlich liebe ich auch Bücher wie Lord of the Rings, Kingkiller Chronicles, Game of Thrones, usw.

Meine absoluten Lieblingsbücher sind die von Rebecca Gablé. Nicht nur das ihre Bücher erstklassig recherchiert werden, sie verpackt das Historische auch noch in einer unglaublichen Art und Weise. Das waren die ersten Bücher die ich 2-mal gelesen habe.  Sie sind es einfach wert. Allen voran natürlich die Waringham Saga. Wer sich für historische Romane interessiert und diese Dame noch nicht kennt hat echt was verpasst. Ach auch jeder andere hat was verpasst wenn er diese Bücher nicht liest. Ich freue mich wie ein Schneekönig auf ihr neues Buch!

Über die Zeit hat sich das eine oder andere Buch angesammelt die alle in einem schönen Bücherregal stehen. Leider ist das sehr unpraktisch wenn man so oft übersiedelt wie ich das gemacht habe. Bücher sind einfach nicht leicht. Daher habe ich beim letzten Umzug viele Bücher auf die Bücherkisten in Wien verteilt. Trotzdem ist das Regal noch ganz stattlich. Mittlerweile ist es aber tatsächlich so, dass ich lieber auf meinem Tolino lese als in einem Buch aus Papier. Es ist für mich viel angenehmer. Vor allem wenn man unterwegs ist. Ich weiß, dass sehen ganz viele anderes. Ich mag Bücher eh auch aber ganz ehrlich es ist einfach unpraktischer als der Tolino.

 

Ersatz für Menschen

Mir geistert schon länger ein Thema im Kopf herum. Eigentlich seit ich mich intensiv mit dem Gedanken beschäftigt habe mir einen Hund anzuschaffen. Um mich vorzubereiten habe ich mich in mehreren Foren angemeldet und Beiträge durchstöbert. Dabei ist mir aufgefallen, dass es anscheinend viele Menschen gibt die sich den Hund holen und ihn quasi als Kind, Partner oder was auch immer Ersatz sehen. Ich bin mir sicher, dass es nicht immer bewusst geschieht. Manche machen es aber auch sicher ganz bewusst, weil sie ihrem Hund mehr vertrauen als jedem Menschen. Egal wie, für mich ist das eher befremdlich.

Für mich war immer klar ich will einen Hund. Das war für mich so sicher wie etwas sicher sein kann. Der Zeitpunkt stand allerdings offen. Jetzt ist es nun mal so gekommen, dass ich mich für den Hund entschieden habe kurz nachdem eine lange Beziehung in die Brüche gegangen ist. Vieles hat sich einfach so gefügt. Ich hätte keinen Hund genommen hätte es dieses Jahr keinen Wurf von der Züchterin gegeben. Ich könnte nie leugnen, dass mir der Gedanke alleine schon sehr über die Zeit geholfen hat. Würde ich das Gegenteil behaupten müsste ich mich selbst belügen. Aber egal wie schlecht es mir gegangen ist war immer klar, dass Chewy ein Hund ist und kein Menschenersatz. Das darf und wird er auch sicher nie. Ich will meinen Hund, so gerne ich ihn habe, nie wie einen Menschen behandeln. Erstens versteht er es so wie so nicht und zweitens finde ich es irgendwie Creepy wenn man sowas macht. Mir war aber klar, dass es sicher für den einen oder anderen so wirken wird als würde ich mir Chewy als Ersatz anschaffen. Ich habe mir diese Frage selber oft genug gestellt als ich Chewy noch nicht hatte. Heute wie damals kann ich sie beruhigt verneinen.

Nach dem kurzen Ausflug in mein Privatleben wieder zum Thema zurück. Wie gesagt finde ich es echt creepy wenn Leute anfangen ihre Hunde wie Menschen oder noch schlimmer, besser als andere Menschen zu behandeln. Ich spreche nicht davon wenn jemand sehr viel Zeit mit seinem Hund verbringt. Das finde ich super! Ist auch was Schönes. Ich rede von Dingen wie:

  • der Hund hat mehr Spielsachen als jedes Kind
  • der Hund wird mit Leckerlies totgefüttert
  • der Hund bekommt qualitativ besseres Essen als der Mensch
  • Geschenke machen zu allen möglichen oder unmöglichen Anlässen (Geburtstag, Weihnachten, Ostern, usw.)
  • Hundefrisör
  • Hundegewand
  • Hundewellnes
  • usw.

Alleine bei der Aufzählung stellt es mir schon alle Haare auf. Es ist nun mal so, dass ein Hund so toll sie auch sind, Tier bleiben. Die wälzen sich halt mal lieber im Schlamm als 2 Stunden bei der Maniküre zu sitzen oder sich das Fell färben zu lassen. Wären die meisten nicht so gutherzig würde die Anzahl der Bisswunden drastisch zunehmen. Da bin ich mir sicher. Würde mich wer von Maniküre zu Pediküre und dann Frisör schleppen würde ich auch Beißen und zwar hemmungslos.

Aber es geht noch viel schlimmer. Tatsächlich. Schönheitsoperationen für Haustiere? Erst lässt sich Frauli die Brüste machen dann bekommt der treue Begleiter neue Ohren oder einen neuen Schwanz. Der alte ist einfach so 2013. Besser noch ist. Herrchen lässt sich die lästigen Fettröllchen wegsaugen weil er zu faul zum Spazieren gehen ist und dem Hund wird ebenfalls das Fett abgesaugt weil er von den ganzen Leckerlies seit Monaten seine Beine nicht mehr sieht. Lustig? Nein traurige Realität!

Lassen wir die Hunde endlich Hunde sein. Sie werden es uns still danken.

 

 

 

What I realy want is – not a Job

but the Job. The very special one – perfect for me. Too much to ask for? No!

Ich glaube man lernt ihn erst zu schätzen wenn man es nicht hat. Den perfekten Job. Natürlich schaut der ideale Job für jeden anderes aus. Weil einfach jeder andere Prioritäten hat. Für mich müssen Folgende Kriterien erfüllt sein, dass ich den Job als perfekt beschreibe:

  • Regelmäßigkeit – ich merke dass mir ein geregelter Tagesablauf gut tut. So freue ich mich immer auf die Augenblicke in denen etwas anders ist.
  • Wertschätzung – mir ist es wichtig, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird. Aber bitte nur wenn es auch angebracht ist!
  • Feedback – auch wenn ich das Wort nicht mag, mag ich die Rückmeldung – positive wie auch negative.
  • Sinnhaftigkeit – vielleicht für mich eines der wichtigsten Kriterien. Wenn ich das Gefühl habe ich tue etwas das keinen „Sinn“ macht, mache ich es wiederwillig oder hoffe das die Aufgabe vergessen wird und ich erst gar nicht damit anfangen muss. Ich glaube ich Kündige lieber als eine Sinnlose Arbeit zu verrichten.
  • Kollegen – das Umfeld ist wichtig – sehr sogar. Am besten ist es wenn man tatsächlich Freunde bei der Arbeit findet. Für mich ein Grund in der Früh aufzustehen. Weil ich mich freue Leute die ich mag wieder zu sehen
  • Gehalt – es muss gerecht sein. Das ist alles was ich dazu sagen kann. Wenn ich mich gerecht entlohnt fühle passt das.
  • Arbeitsweg – keine Ahnung warum aber mir ist es wichtig, dass ich keine Weltreise machen muss um zur Arbeit zu gelangen. Alles bis 30 Minuten ist absolut ok. Im Notfall muss man halt übersiedeln.
  • Umfeld – ich arbeite extrem gerne im NPO Bereich. Vor allem im Sozialen- oder Gesundheitsbereich. Mir macht das einfach gleich viel mehr Spaß. Ich kann mir echt nicht vorstellen für eine Produktionsfirma zu arbeiten.
  • Freiheit – sehr allgemein aber damit meine ich, dass ich in meiner Arbeitsgestaltung bis zu einem gewissen Punkt selber bestimmen kann. Im Idealfall habe ich selber Ziele mitbestimmt und kann diese dann auf meine Art erreichen.
  • Arbeitszeit – Je flexibler ich mir meine Zeit gestalten kann desto besser. Finde nix schlimmer als fixe Zeiten. Gleitzeit ist ok, totale Freiheit wäre noch besser. Aber gut verstehe, dass das einfach nicht immer geht.

Stelle ich zu hohe Ansprüche? Für wen der aktuell keine Arbeit hat sicher sogar. Zumindest für die die schon länger Arbeit suchen. Für die wenigen Enthusiasten unter euch. Ja den Traumjob gibt es. Irgendwo. Das glaube ich fest. Selbst wenn man im Augenblick am verzweifeln ist. Das Ende kommt und es wird gut. Bei den meisten, wir wollen realistisch bleiben.

Mir war schon länger klar, dass ich meinen Traumjob gefunden habe. Auch wenn es Tage gibt an denen ich einen Durchhänger habe. Heute ist mir mal wieder bewusst geworden wie verdammt großes Glück ich hatte. Ich mag meinen Job wirklich und er erfüllt alle oben genannten Kriterien und noch viele mehr.

Wie bin ich dazu gekommen. Glück. Schlichtes, einfaches, seltenes Glück. Traurig? Keine Ahnung. Realistisch? Ich denke schon.

 

Ich schaue nicht nur klug aus!
Ich schaue nicht nur klug aus!