Auf der Suche nach dem Glück

In der amerikanischen Verfassung ist folgender Satz zu lesen:

We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed, by their Creator, with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty, and the pursuit of Happiness.

Jetzt kann man über die Amerikaner denken wie man will, aber der Satz ist schon ziemlich gut. Auch wenn er in der Umsetzung nicht immer so ganz ernst genommen wird.

The pursuit of Happiness – Das Streben nach Glück

Jeder der einen Facebook Account hat kennt sie. Die Weisheiten die jeden Tag von Millionen von Menschen gepostet, geteilt und geliked werden. Immer schön mit einem tollen Foto vom Meer, Wald oder dem Sonnenuntergang bzw. Aufgang. Wenn wir das machen, fühlen wir uns 10 Sekunden ganz toll. Endlich haben wir der Weisheit letzter Schluss gefunden. Nach diesen 10 fantastischen Sekunden haben wir es auch schon wieder vergessen und jagen das Glück weiter. Irgendwo muss es sich ja versteckt haben. Aber WO?

Wir sollten alle Glücksbärchis sein

Wenn du nach – Wie werde ich Glücklich? – Googles, erhältst du ca. 12.600.000 Ergebnisse. Es gibt so viele Ratgeber die uns in nur 10 Schritten Glücklich machen. Das ist schon fast zu gut um Wahr zu sein. Eigentlich müssten wir alle rosa Glücksbärchis sein, denen jeden Tag die Sonne aus dem A…. ah Bauch scheint. Also was muss ich tun um Glücklich zu sein:

  • An kleinen Dingen zu erfreuen!
  • Was gibt es jetzt in diesem Moment, worüber ich mich freuen kann?
  • Bleiben Sie mit Ihren Gedanken im Hier und Jetzt.
  • Denken Sie vor dem Zubettgehen an drei Dinge, über die Sie sich an diesem Tag gefreut haben.

Das sind jetzt keine 10 Punkte aber ihr versteht wohin der Zug fährt.

Ahhhhh ein Stück Schokolade von Gestern das sich in der Tastatur verfangen hat. Ich bin sooooooo Glücklich!

Ich bin echt gut darin mich an kleinen Dingen zu erfreuen. Macht mich das zu einem Glücklichen Menschen?

Mit den Füßen auf dem Boden bleiben

Jeder, wirklich jeder Mensch hat das Recht auf Glück. Nur soll ich euch was verraten? Das Glück, das kommt nicht so von alleine. Da muss man wirklich was dafür tun. Es heißt ja schließlich – das STREBEN nach Glück. Das ist wirklich das einzige, das man zu diesem Thema wissen muss.
Es reicht nicht, tolle Sprüche zu lesen. Es reicht nicht, danach zu Google und sich Bücher zu kaufen. Es reicht nicht, Pläne zu schmieden. Es reicht nicht, Ausreden zu suchen warum man heute wieder nur auf Facebook, Instagram, Pintrest oder sonst wo verbracht hat. Es reicht nicht, im Hier und Jetzt zu leben (meine Fresse wenn ich das schon höre!). Es reicht nicht, zu glauben nur weil etwas Glück verspricht es auch Glück enthält.

Wir glauben uns Glück kaufen zu können. Wir glauben an Ratgeber, Wege und Menschen die uns Glück versprechen. Lebe minimalistisch und die wirst glücklich. Lebe Vegan und die wirst glücklich. Mach eine Diät und du wirst glücklich. Kauf die das neue iPad Pro und du wirst glücklich.

Got the Point?

Die Wahrheit

Wir haben dieses Wort so überstrapaziert, so viel darüber geschrieben und gelesen, dass wir es nicht mal erkennen wenn es genau vor uns steht.

Geh arbeiten, auch wenn es mal ein wirklicher Scheiß-Job ist. Besser eine Arbeit als keine Arbeit. Wenn es nicht mehr geht such dir was Neues. Fülle dein Leben mit Sinn. Das heißt aber nicht das alles Sinnvoll sein muss was du tust. Höre verdammt noch mal auf das Glück zu suchen. Höre auf den Anspruch zu stellen  jeden Tag glücklich sein zu müssen.

Ach aber was weiß ich schon. Alles nichtssagende Worte.

Wo ist das Glück?
Wo ist das Glück?
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Back to Books

Einige Jahre nach meinem letzten Unitag und um einige Erfahrungen reicher war es letzte Woche so weit. Nicht nur formal auch praktisch bin ich wieder Student. Ja mit 30.

4 Tage Uni liegen heute hinter mir. Hätte mir jemand vor einer Woche gesagt, dass das extrem intensiv und anstrengend wird, hätte ich es nicht wirklich geglaubt. Drinnen sitzen bissl zuhören und ab und zu was sagen. EASY! Tatsache ist, dass ich jeden Abend mit Kopfweh heim gegangen bin weil es doch nicht so leicht und locker war. Naja das mit dem leicht und locker scheint ein durchgängiges Grundproblem bei mir zu sein. Im seltensten Fall trifft es leider zu.

Was nehme ich aus den ersten Tagen mit?

Uni ist toll aber auch richtig anstrengend vor allem aber tut es gut seinen Kopf mit neuen Ideen zu füllen. Es beflügelt, sich mit anderen auszutauschen und gute ProfessorInnen reden zu hören.

Es ist verdammt schwierig so lange sitzen zu bleiben. Am Abend war es dann wirklich dringend nötig Bewegung zu machen. Anscheinend bewegt man sich im Büro doch öfter, zumindest öfter als auf der Uni. Zum Ende hin war es wirklich kaum mehr erträglich. Blödes RLS…

Wenn man nach einigen Jahren Berufserfahrung wieder das Studieren anfängt hat das eine ganz andere Qualität. Viele Dinge kann ich jetzt aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Ich habe das Gefühl, dass es mich richtig weiterbringen wird. Nicht nur auf das Berufsleben bezogen. Vor allem denke ich dabei an meine persönliche Entwicklung.

Ich bin schon sehr gespannt wie sich das Ganze in den nächsten zwei Jahren weiter entwickeln wird.

Ode an das Bett

Ich denke jeder Mensch hat so einen Ort auf der Welt an dem er oder sie sich besonders gerne aufhält. Bei mir ist es sicherlich das Bett. Ich liege nicht nur zum Schlafen drinnen. Ich lese im Bett, schaue Serien oder Filme und arbeite im Bett. Das Bett ist also der Dreh und Angelpunkt meines Lebens.

Palettenbett 180x200
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Das ist es allerdings nur weil es absolut gemütlich ist. Weil natürlich ist ein Bett nur dann einladend wenn es komfortabel ist. Dazu sollte es in einem Raum stehen der ebenfalls zum Verweilen einlädt. Viel Raum zum Atmen. So mag ich es jedenfalls. Naja so viel Raum einem 10m² halt geben können.

Summa Summarum kann ich sagen, dass ich sehr viel Zeit im Bett verbringe. Daher habe ich mich schon vor Jahren entschieden mir sehr gute Federkernmatratzen zu kaufen. Das war zwar eine sehr teure Anschaffung aber nach nun mittlerweile 7 Jahren hat sich das doch mehr als rentiert. Nicht nur dass ich besser Schlafe und dadurch erholter aufwache in der Früh, vor allem sind die Matratzen noch wie am ersten Tag. Somit werde ich noch länger meine Freude daran haben.

Palettenbett 180x200
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Urlaub auf der Alm

Urlaub auf einer Alm klingt im ersten Moment für viele vielleicht nicht so spannend und toll. Was soll man da auch schon machen? Wandern und Sport im Urlaub? Wirklich??? Ja klar – wenn man keinen gebrochenen Knöchel hat zumindest.

Was macht man so auf einer Alm im Sommer wenn jeden Tag die Sonne scheint?

Also zu aller erst einmal schwitzt man nicht bei 37 Grad im Schatten. Es hat angehnehme 25 Grad und in der Nacht kann man weiter eine Decke benützen ohne einen Hitzetod zu erleiden. Wenn man Gesund ist geht man Wandern. Wenn man einen gebrochenen Knöchel hat legt man sich mit einem Buch vor die Hütte neben den Brunnen und genießt die absolute Ruhe. Natürlich kann man nicht jeden Tag Wandern. Dann fährt man einfach zu einem  wunderbaren Gebirgssee mit vielen Wasserfällen und genießt die Kühle.

In der Früh holt man sich frisches Gebäck und bruncht JEDEN Tag. Am Abend gibt es Bier, Grillen, Kaspressknödel, Älplermagronen, selbstgemachte Gemüseleibchen und mehr Bier. Wenn man dann so richtig voll ist werden Gesellschaftsspiele gespielt. Die absoluten Renner waren Werwolf und Mäxle bzw. Meier. Werwolf ist besonders super wenn man es um ein Lagerfeuer spielt. Wir hatten das unverschämte Glück das auch der Mond passen für das Spiel war. Vollmond am wolkenlosen Himmel.

Will ich so eine Woche noch einmal haben? Auf jeden Fall. Wirklich eine gute Möglichkeit seine Zeit zu verbringen!

Zillertal Almhütte 2015

Doctor Who Meet Up Vienna

Ob wohl ich ja den einen oder anderen Nerd zu meinem Freundeskreis zählen kann bekomme ich beim Thema Doctor Who immer nur ein fragendes: WHO? Dieser Zustand sollte sich dieses Wochenende ändern. Einmal im Leben zum Thema Doctor Who kommen und die Frage zu hören – Welche Regeneration? Kurz entschlossen bin ich also zu einem Treffen gegangen an dem vor allem Leute teilgenommen haben die, wie ich, auf die BBC Serie Doctor Who stehen.

Jeder der meinen Blog schon mal gelesen hat weiß vielleicht, dass ich mir auch ein Tweed Sakko machen lassen habe das dem aus der Serie nachempfunden ist. Naja genau genommen ist es identisch mit dem aus der Serie. Also habe ich mich in Schale geworfen und bin zu diesem Treffen gegangen. Mit einem mulmigem Gefühl wenn ich ganz ehrlich bin. Wer weiß schon was einem an dem Abend erwartet!?

Angekommen war das mulmige Gefühl aber auch schon wieder weg. Ganz normale Menschen die eine Passion teilen. Das tolle war, dass es wirklich Menschen aus allen Bereichen und jeder Altersstufe waren. Ein Bunt gemischter Haufen also. Ich dachte ja immer, dass ich schon ziemlich firm bin was Doctor Who an geht. Musste aber zu meiner Überraschung gestehen, dass gerade die etwas Jüngeren Whovians ein wirklich gutes Auge und vor allem Gedächtnis haben. Viele Aspekte der Serie werde ich von nun an mit anderen Augen betrachten.

Für mich war es sicher nicht das letzte Treffen (August incoming!). Danke an alle die ich an dem Abend kennen lernen durfte!

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Ach eines noch bevor ich es vergesse. Bowties are cool!

 

 

Einmal nichts machen

Dieses Wochenende mache ich einmal nichts! Diesen Satz kennt wohl jeder. Man weiß es steht nichts an keine anstehenden Feiern, keine besuche der Familie und keine Verpflichtungen. Man wird einfach das ganze Wochenende entspannen. Die Füße hochlegen, Sport machen, sehr gut Essen, Bier am Donaukanal trinken und viel Zeit im Bett verbringen. Die Batterien aufladen.

Irgendwann in der Mitte der Woche am Abend. Florian und ich gehen mit Chewy im Augarten spazieren. Wir reden über dieses und jenes. Dieses Wochenende mache ich einmal nichts. Florian schüttelt nur leicht den Kopf.

Es ist Freitag, die Sonne scheint und ich will das Wochenende mit einem schönen Lauf im Prater beginnen. Gedacht getan. Es fühlt sich gut an auch für Chewy der neben mir rennt. Wir schlagen uns in den Wald. Es tut gut abseits der Massen zu laufen. Dieses Wochenende mache ich einmal nichts!

Ich knicke am rechten Fuß ein. Es tut ziemlich weh. Hoffentlich nur verstaucht. Kein Mensch weit und breit zu sehen und das Handy ist natürlich zu Hause. Aus der Leine und einem Stecken baue ich mir eine Schiene. Ein anderer Ast dient als Krücke. ALs ich endlich auf der Straße bin nehmen mich die zwei Taxifahrer nicht mit weil der Hund so schmutzig ist. Also humple ich auch noch den Rest des Weges nach Hause. Insgesamt brauche ich fast zwei Stunden.

Nach drängen rufe ich doch bei der Rettung an. Ich sehe das AKH zum ersten Mal von innen. Einige Stunden später ist klar. Ja da ist etwas gebrochen. Toll denke ich mir. Dieses Wochenende mache ich einmal nichts! Vor meinem geistigen Auge sehe ich Florian leicht den Kopf schütteln.

Knöchelbruch

 

 

 

 

Guten Morgen

Ich wache auf. Der Wecker am Handy zeigt Punkt 6 Uhr an. Wie jeden Tag zieht der gleiche Gedanke durch den Kopf. Snooze oder nicht? Meistens entscheide ich mich dagegen. Warum auch? 10 Minuten mehr im Bett? Bin ich deswegen wirklich weniger müde oder ausgeruhter? Lieber die Zeit am Ende des Tages haben als in der Früh im Bett die mir in Wirklichkeit eh nicht hilft. Diese Entscheidung fällt jeden Morgen in Sekunden. Dennoch treffe ich sie jeden Tag aufs Neue. Ab und an gewinnt der Snooze. Selten.

Ich am Morgen
Guten Morgen

Warum?

Früher als ich noch geraucht habe war mir der Morgen heilig. Bloß keine Eile. Alles mit der Ruhe. Café machen, Zigarette drehen und gemütlich Zeitung lesen. Dafür bin ich auch gerne früher aufgestanden. Hauptsache es war keine Hektik am Morgen. War ich wirklich entspannt oder ist es die Erinnerung an „die gute alte Zeit“?

Heute ist das anders. Der Wecker klingelt. Eine Sekunde um zu entscheiden ob Snooze oder nicht. Nein kein Snooze. Aufstehen und anziehen. Das Gewand schon am Abend her gerichtet um bloß keine Zeit zu verlieren. Ins Bad und Zähne putzen. Mit der Zahnbüste im Mund Café machen und in die Mug füllen. Handy, Schlüssel, eReader, Mug, Geldtasche und Chewy bei mir – check. Raus aus der Türe. Es ist 6:15 Uhr. Mist eine Minute länger als gestern.

Ich bin auf dem Weg in die Arbeit.

Der Tag der Unterhosen

Die Geschichte kennt viele Rituale in denen ein Junge zum Mann wird. Das reicht von den extremen Situationen wie aussetzen in der Wildnis um eine Nacht zu überleben bis hin zu einem einfachen Fest wo die größte Gefahr von den Verwandten aus geht (Zwickerbussi).

Ich hatte Glück. Ich hatte weder das eine noch das andere. Ob das nun heißt, dass ich ewig ein Junge bleibe? Vermutlich. Allerdings hat sich am Wochenende etwas ereignet, das ich sehr wohl als einen gewaltigen Schritt vom Jungen zum Mann bezeichnen würde. Wenn es nicht sogar das Rituale des 21. Jahrhunderts wird.

Am Samstag habe ich etwas getan, das ich zum Ersten Mal in meinen 30 Jahren gemacht habe. Nicht weil ich es etwa wollte, nein es war eine Notwendigkeit die keinen Aufschub mehr duldete. Für mich war aber klar, dass nichts mehr so wie davor sein würde.

Um nicht gänzlich unvorbereitet zu sein, habe ich mir bei einem ausgiebigem Frühstück (klingt männlicher als Brunch) den nötigen Input geben lassen. Ich wollte wenigstens vorbereitet sein. Man weiß ja nie so genau im vorhinein. Um ca. 12 Uhr habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Ein Weg der mich vom Jungen zum Mann werden lässt.

Also bin ich rein in diesen überfüllten H&M an einem Samstag um die Mittagszeit, habe mir das erst beste paar Boxershorts gekrallt und bin zur Kassa gestürmt. Ohne dabei mit der Wimper zu zucken. Es war vollbracht. Nach 30 Jahren mit geschenkten Boxershorts leben, habe ich meine ersten vier selber gekauft.

Mit Fug und Recht wage ich zu behaupten – Ja, jetzt bin ich ein Mann!

Damit keiner auf dumme Ideen kommt und meinen Erfolg anzweifeln kann. Hier das Beweisfoto:

Boxershorts zum ersten Mal selber gekauft
Boxershorts zum ersten Mal selber gekauft

Tweed Jacket – to perfection

It is said – Rome wasn’t built in a day. This is also true for me newly arrived Doctor Who tweed jacket.

After seeing Matt Smith the first time as „The Doctor“ in 2010, I wanted to have a tweed jacket. Now, 5 years later, I finaly got one. To be honest, it is a very spezial one. The jacket is, to the smallest detail, identical with the one Matt Smith is wearing in Doctor Who.

How is this possible?

I got lucky. After some reserch, I found the blog of Steve Ricks. He is not only a very good bespoke tailor, but also a master in finding the materials needet to replicate Doctor Who outfits. In the case of my tweed jacket he got his hands on the hand-woven shetland tweed needed for the replica.

I have to say the jacket is a master piece. Everything is sewn together perfectly and materials used are high quality. The tweed looks and feels incredible in real life.  You can feel that everything is hand-crafted.

I would order one again and maybe I will as soon as I have the money needed.

Better pictures will follow…

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