Ganzheitlich

Seit einiger Zeit höre ich immer wieder das Wort „Ganzheitlich“. Es wird in Zusammenhang mit den unterschiedlichsten Themen verwendet. Sei es in Organisationensentwicklung, Medizin, Ernährung, Personalmanagement, Hundeerziehung oder jedes andere X-beliebige Thema.

Mir hat dieses Wort bis vor kurzem genau gar nichts gesagt. Deshalb habe ich mich mal darüber schlau gemacht. Wikipedia sagt dazu zum Beispiel:

„Der Begriff Ganzheitlichkeit ist von dem Abstraktum Ganzheit des Adjektivs ganz abgeleitet, das sich in der deutschen Sprache bereits vor dem 8. Jahrhundert n. Chr. nachweisen lässt. „Ganz“ bedeutet ursprünglich heil, unverletzt und vollständig. Ganzheitlichkeit ist demnach die Betrachtung einer Sache in der systemischen Vollständigkeit aller Teile sowie in der Gesamtheit ihrer Eigenschaften und Beziehungen untereinander.“

Das ist klar und logisch. Es ist auch durchaus plausibel, dieses Wort in den unterschiedlichsten Themen unterzubringen. Ganz, ursprünglich, vollständig und unverletzt sind tolle Eigenschaften für ein Wort.

Trotzdem habe ich ein gewaltiges Problem mit diesem Wort.

Es gibt solche Wörter mit denen kann man absolut nichts anfangen. Man versteht das Wort an sich kann aber mit dessen Bedeutung nichts anfangen. Es geht sogar soweit, dass einen das Wort abstößt.

Mir geht es so bei dem Wort „Ganzheitlich“. Jedes Mal wenn jemand „Ganzheitlich“ verwendet fällt es mir schwer, dem weiteren Inhalt zu folgen. Egal wie sinnvoll oder Sinnlos das Folgende auch ist.

Jetzt frage ich mich natürlich woher die Ablehnung gegenüber diesem Wort wohl kommt. Ich denke ich habe es zu oft in Zusammenhang mit Esoterik und Verschwörungstheorien gehört oder gelesen. Wenn ich „Ganzheitlich“ höre verbinde ich es automatisch mit diesen zwei Themen.

Da dieses Wort anscheinend das neue Modewort geworden ist sollte ich wohl dringend daran arbeiten einen positiven Bezug dazu herzustellen.

Ganzheitlich
Ganzheitlich
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Ein Gedanke zu “Ganzheitlich

  1. Ganzheit ist relativ! Sie geht immer von der Sicht des Betrachter aus. Aber ganz und gar glücklich … das kennen wir doch. Es ist ganz da. Jetzt. In diesem Moment… und lässt sich nicht festhalten. Wie Goethe in seinem Faust ja so trefflich beschrieb.

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