Wie will ich leben

Wie will ich leben? Diese Frage beschäftigt mich nicht zum ersten Mal in meinem Leben. Immer wieder hat sich mir diese Frage gestellt in den letzten 30 Jahren. In den unterschiedlichsten Lebenssituationen hatte sie unterschiedliche Folgen. Jedes Mal war danach alles anders und ich bin gestärkt aus der Veränderung hervor gegangen.

Jedoch war die Frage noch nie so aufdringlich wie in den letzten Monaten. Genau genommen seit ich Chewy habe. Ich bin mir sicher, dass er in einigen Bereichen meine Art zu denken verändert hat. In wie weit kann ich heute noch nicht beurteilen. Lediglich, dass es so ist. Chewy ist sicher nicht der einzige Grund. Es kommen einfach viele Dinge zusammen. Tatsache ist, ich denke darüber nach wie ich leben will. Heute, morgen oder auch erst übermorgen. Vielleicht einmal keine Revolution sondern eine Evolution. Wäre einen Versuch wert.

Jetzt muss ich mich natürlich unweigerlich fragen woher dieser Gedanke kommt und warum er so aufdringlich ist?

Ist es Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation? Das kann ich definitiv ausschließen. Natürlich, wie ich geschrieben habe, ist es aktuell etwas viel. Das ist es aber bei vielen Menschen so, da bin ich kein Einzelfall. Allerdings bin ich im Kern  unglaublich Glücklich mit meinem Leben. Es gibt keinen wirklichen Grund es nicht zu sein.

Ist es Rastlosigkeit? Kann ich schon nicht mehr definitiv ausschließen. Ich bin im Grunde genommen ein Mensch der nicht zu Rastlosigkeit neigt. Glaube ich jedenfalls. Wenn man sich die letzten Jahre von mir anschaut, muss ich das aber in Frage stellen. Viel mehr Veränderung wäre dann schon ein Nomadenleben. Wobei diese Veränderungen mehr von äußerlichen Faktoren ausgelöst worden ist und nicht weil ich es unbedingt wollte.

Ist es der Wunsch etwas anders zu machen? Ich weiß nicht wie es euch geht. Aktuell lese ich einen Artikel nach dem anderen über die Gen Y. Es scheint wohl Mode geworden zu sein darüber zu schreiben. Fast alle Artikel haben eine Aussage gemein. Viele der Generation Y wollen anders Leben als ihre Eltern oder Großeltern. Auto, Wohnung, Haus, Kariere, Sicherheit, materieller Wohlstand sind nicht mehr bei allen das große Ziel im Leben.

Manche, so wie ich, wollen etwas anderes. Einen „neuen“ Weg gehen. Sich auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren. Bei mir ist es der Wunsch wieder meine Hände dreckig zu machen. Mir etwas Reales aufbauen. Tatsächlichen Wert schaffen. Nicht ausschließlich. Ich will so wie bisher ganz normal in einem Unternehmen oder einer  Organisation arbeiten. Allerdings weniger. Was nicht heißt unproduktiver. Ganz im Gegenteil.  Natürlich will ich nicht nur 20,25,30 Stunden in der Woche arbeiten. Aber eben anders Arbeiten. Ich will praktische Dinge lernen und dieses Wissen mit anderen Teilen. Es gibt heute so unglaublich viele Dinge die wir machen können. Das einzige was wir uns dafür nehmen müssen ist Zeit.

OK – wie will ich leben?

Wohnen – Ich will außergewöhnlich wohnen – anders. Ich möchte so viel wie möglich selber machen und ich will dafür keine Schulden machen müssen. Es muss leistbar sein und daher laufenden Kosten gering. Auf unnötigen Schnickschnack wird verzichten. Es muss einfach sein aber lustvoll. Ideal finde ich das Konzept vom Einbaumhaus. Es vereint alles was ich gerne möchte. Es bietet vor allem viel Raum um weitere Ideen rund um das Einbaumhaus zu entwickeln.

Arbeiten – Ich will eine Arbeit welche die Grundbedürfnisse sichern kann. Wo ich, wenn nötig, auch mal mehr machen kann. So wie jetzt nur eben nicht unbedingt 38 Stunden sondern weniger. Mein zweites Standbein soll mehr handwerklicher Natur sein. Ich will Sachen herstellen die ich tauschen oder verkaufen kann oder ganz einfach zum Selber verwenden. Ich will mein eigenes Gemüse und Obst anbauen und ich will eigene Hühner haben.

Gemeinschaft – Ich will mehr Zeit für Menschen haben die mir wichtig sind. Ich muss nicht 24/7 mit ihnen verbringen aber doch deutlich mehr Zeit als es jetzt der Fall ist. Ich will gemeinsam an Projekten arbeiten und Dinge erschaffen. Etwas das einen Mehrwert für viele hat nicht nur für mich.

Verantwortung – Ich will nicht egoistisch durch die Welt gehen und nur mein Wohl im Fokus haben. Wenn es mir gut geht kann ich dann nicht versuchen andere, die es schwerer haben, daran teilhaben zu lassen?

Mir ist bewusst, dass es für viele, ziemlich verrückt klingt. In meinem Kopf schaut das Ganze allerdings schon sehr real aus. Wie und wann ich das genau mache, lasse ich mir selber offen. Evolution keine Revolution. Viel hängt auch davon ab ob es Leute gibt die das ähnlich sehen und Lust auf dieses Lebens-Experiment haben. Wobei wenn ich genauer darüber nachdenke kann man es auch alleine starten. Es ist ein langfristiges Ziel. Das es erreicht werden kann steht für mich außer Frage. Ich muss nur aufstehen und es tun!

 

 

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