Der Sturm vor der Ruhe

Ein Klagelied? Nein eine Feststellung und ein Resümee der letzten Wochen und Monate. Normal sagt man ja die Ruhe vor dem Sturm. Nur was ist wenn ich mich schon mitten im Sturm befinde? Kommt danach wieder die Ruhe, von alleine? Im Idealfall sollte das sicher so sein. Wenn der Sturm allerdings zu lange dauert, könnte es unangenehme Folgen haben. Für mich und natürlich dann auch für mein direktes Umfeld. Daher muss ich versuchen mich in den Wind zu drehen. Den Sturm zu beenden dazu bin ich nicht in der Lage. Aber beigedreht kann ich ihn sicher gut überstehen.

Eine Erklärung

Veränderung ist gut. Dadurch kann ich mich weiter entwickeln. Was ist aber wenn sich alles auf einmal ändert? Oder sehr viel? Dann kann Veränderung die ja an sich schon Belastung ist zur Überlastung werden. Im konkreten Fall bei mir sind es Folgende Dinge die sich verändert haben:

  • neuer Job (Traumjob)
  • Anschaffung eines Hundes
  • Marathon Training
  • bloggen
  • neue Wohnung (WG-Leben an das ich mich auch erst wieder gewöhnen muss)

Das hat sich alles in sehr kurzer Zeit geändert. Dazu kommt das ich sehr viel unternehme, was in Wien nicht gerade schwer ist. Konzerte, Vorträge, Poetry Slams, einfach nur in ein Pub auf ein Bier Menschen treffen oder neue kennen lernen oder auch einfach wild fremden Menschen beim Übersiedeln helfen. Das Problem ist allerdings, der Tag hat nur 24 Stunden. Für jeden von uns. Problem? Nein natürlich nicht. Zum Glück hat er nur 24 Stunden. Der Rest ist ein Thema der Organisation. Die wiederum ist ein Problem. Zumindest aktuell. Ich bin unorganisiert. Vielleicht wirkt das nach außen nicht so aber so ist es tatsächlich.

Ein Beispiel meiner Unorganisiertheit: Jeder der mich länger kennt weiß, dass ich Sachen gerne gleich erledige. Wenn ich übersiedle dauert das keine Wochen bis alles fertig ist sondern geht meistens wirklich schnell. Am besten noch am gleichen Tag selbst wenn es die ganze Nacht dauert. Vor einer Woche habe ich Tischfüße für meinen Schreibtisch bekommen. Die sind bis gestern Abend in meinem Zimmer gelegen. Ich habe es einfach nicht geschafft sie zu montieren. Keine 5 Minuten Arbeit. Es ist sich einfach nicht ausgegangen.

Jetzt kenne ich Menschen, vor allem Frauen, bei denen ist das immer so. Wirklich immer. Jeder Tag volles Programm – nicht 100% sondern 110%. Über Jahre hinweg. Dabei auch noch teilweise richtig gut organisiert. Will jetzt bitte niemanden der sich angesprochen fühlt vorwerfen er/sie sei unorganisiert! Ich frage mich nur ernsthaft wie das geht?

Ich muss ganz ehrlich gestehen. Würde ich jetzt so wie aktuell weiter machen, kann ich mich in ein paar Monaten einliefern lassen. Ich brauche meine Abende wo ich blöd schaue und einfach nix mache! Ach was – nicht nur Abende – ganze Tage! Ich fühle mich wie ein Hamster im Hamsterrad der keine Möglichkeit hat links oder rechts raus zu kommen. Außer mit einer Vollbremsung. Dann wird es mich zwar überschlagen aber ich liege danach still. Besser einmal überschlagen als ewig weiter zu laufen bis ich schlussendlich stürze und mich dann erst wieder überschlage. So habe ich es wenigstens selber unter Kontrolle und kann den Zeitpunkt bestimmen. Ich muss entschleunigen. Punkt

Aber was heißt es eine Vollbremsung hinlegen? Alles liegen und stehen lassen? Wäre sicher konsequent und zielführend. Aber Sinnvoll? Ich mache ja alles sehr gerne. Ich blogge wirklich gerne, auch wenn aktuell sehr wenig kommt. Ich lebe unglaublich gerne in der WG aber es ist einfach wieder so ungewohnt. Das Marathon Training ist mir enorm wichtig. Jeder Meter den ich laufe ist ein glücklicher Meter. Wie schon mal geschrieben liebe ich meinen Job, auch wenn ich aktuell mehr arbeiten muss als mir lieb ist. Chewy – das muss ich jetzt wohl nicht wirklich schreiben.

Ich muss einfach wieder lernen mir meine Freiräume zu schaffen. Ich konnte das mal sehr gut. Wann der Punkt gekommen ist an dem ich es nicht mehr konnte weiß ich nicht mehr. Klare Grenzen setzen und auch mal nein sagen. Auf Dinge und Menschen konzentrieren die mir wirklich wichtig sind. Das nehme ich mir für die kommenden Wochen und Monate vor.

 

 

 

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