Ich bin eifersüchtig!

Jawohl – richtig gelesen – ich bin eifersüchtig und zwar auf meinen Hund. Ok auf wen denn sonst?! Chewy geht nämlich fremd. Nicht nur einmal, nein wenn schon gleich richtig. Mehrmals am Tag, teilweise sogar mehrmals in der Stunde schleicht er sich auf leisen Sohlen davon. Zwar gesteht er mir danach schamlos – es war nur eine Ausnahme – wirklich. Das unterstreicht er noch mit ausgiebigem Schwanzwedeln wenn er wieder kommt. Tja und 10 Minuten später ist er schon wieder weg. Man könnte meinen Hunde haben kein Kurzzeitgedächtnis und vergessen alles gleich wieder!

Wie Naiv ich doch war. Ich dachte immer ich bin der größte für ihn. Das ein und alles, die Kirsche auf der Sahne und der Tofu in der Suppe. Ich dachte wirklich so wird das für immer bleiben. Diese Blase ist geplatzt, das Luftschloss verflogen. Hart musste ich am Boden der Realität aufkommen. Es gibt auch andere in seinem Leben.

Bisher war es immer so, dass er mir gefolgt ist wohin ich auch gegangen bin. Wo ich war, war auch er. Wir haben zusammen gelacht und geweint. Mi casa e su casa  – mein Büro war sein Büro. Nie wäre er raus gegangen wenn ich drinnen war. NIE. Wie konnte es soweit kommen? War ich nicht interessant genug? Das Futter zu wenig? Sind meine Spielsachen nicht gut genug? Was ist es das ich falsch mache?

Heute ist nämlich alles anders. Er geht in fremde Büros. Nein nicht nur das. Er geht in fremde Büros und legt sich dort auch noch hin und schläft. Das ich nicht da bin ist ihm egal. Who cares! Denkt er sich wohl. Er muss eh für mich sorgen. Da kann ich auch schauen wo sonst noch was abfällt. Streicheln hier, gequitsche dort – der Büroalltag hat einfach so viel mehr zu bieten.

Klar, er kommt schon wieder zurück zu mir – irgendwann. Aber um zurück zu kommen muss er erst mal gehen. Wie kann er das nur machen?

Aber ganz ehrlich,  kann ich es ihm wirklich verübeln? Ich, der 9 Stunden vor dem Bildschirm sitz oder in Besprechungen schläft- äh – natürlich sehr aufmerksam mitredet. Der nie Zeit für ihn hat. Wäre ich an seiner Stelle, was würde ich machen? Vermutlich würde ich auch mein Leben genießen. Man ist ja schließlich nur einmal im Leben jung und süß.

Ich mag dich trotzdem!
Ich mag dich trotzdem!

 

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