Am Ende wird alles Gut

Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende (Oscar Wilde).

Als kleines Kind hat man bei mir festgestellt, dass ich ohne Wachstumshormone nicht sehr groß werden würde. Also musste ich mir jeden Tag eine Spritze geben um weiter zu wachsen. Natürlich war das nicht fein aber auch nicht weiter schlimm. Daher war ich als Kind schon sehr viel in der Klinik und musste einige Untersuchungen machen von denen manche nicht so lustig waren. Warum ich das erzähle werdet ihr erfahren wenn ihr den Eintrag weiter lest.

Dem einen oder anderen ist es ja aufgefallen, dass ich recht wenig bis gar nichts über Chewy geschrieben habe. Das letzte Mal als ich wirklich viel geschrieben habe war, als wir in die Tierklinik mussten. Das ist jetzt fast ein Monat her. Seit dem hat sich natürlich viel ereignet.

Chewy beim Arzt
Chewy beim Arzt

Der Auslöser für alles war, dass Chewy am 21.8 aus unerklärlichen Gründen zum Humpeln angefangen hat. Seitdem haben wir einen Ärztemarathon hinter uns. Meine Naivität und Unwissen gepaart mit Fehldiagnosen der Ärzte hat für Chewy und mich viel Stress bedeutet. Neben der körperlichen und nervlichen Belastung hat auch mein Bankkonto ganz gewaltig gelitten. Das wirklich gute ist, ich weiß endlich was los ist. Ok ich weiß es eigentlich schon seit letzter Woche aber seit gestern wurde es auch von einem zweiten Arzt bestätigt.

Also vor einem Monat hat Chewy recht stark zum Humpeln begonnen. Daraufhin bin ich zur Ärztin. Die hat Chewy ein Schmerzmittel verschrieben das Chewy leider nicht vertragen hat und ich bin deshalb in die Vetmeduni Vienna gefahren. Im Nachhinein mein größter Fehler. Außer sau teuer und Fehlentscheidungen nichts gewesen. Da das Humpeln besser geworden ist aber nicht verschwunden ist habe ich Chewy auch von einem Physiotherapeuten anschauen lassen. Der hat recht schnell gesehen, dass das keine Verstauchung ist sondern wahrscheinlich was mit den Wachstumsfugen zu tun hat. Daraufhin wurde Chewy mal wieder geröntgt und die Vermutung hat sich bestätigt. Über den Wachstumsfugen der Vorderpfoten befindet sich jeweils eine Entzündung. Woher die kommt kann man nicht genau sagen. Das kann von einer Prellung, über das Futter bis hin zu irgendwas alles sein. Das Problem ist allerdings nicht die Entzündung an sich. Klar sie tut weh aber hätte an und für sich alleine keine weiteren Folgen. Allerdings befindet sie sich über der Wachstumsfuge und hat Auswirkungen auf diese. Die Ärzte haben mir folgende drei Optionen beschrieben die Eintreten können.

  • Der Beste Fall ist der, dass die Entzündung in den nächsten 2-3 Wochen verschwindet und keinen weiteren Einfluss auf die Wachstumsfuge hat.
  • Die Entzündung lässt eine der Wachstumsfuge frühzeitig schließen und man muss ein Bein operieren.
  • Die Entzündung lässt beide Wachstumsfugen frühzeitig schließen und man muss beider Beine operieren.

Beide er OP wird der entzündete Teil des Knochens entfernt und Chewy würde 4 Wochen einen Gipsfuß haben. Danach wäre aber alles wieder Fit. Jetzt müssen wir alle drei Wochen zur Kontrolle um frühzeitig zu erkennen ob sich die Wachstumsfugen schließen oder nicht. Je früher man das erkennt und eingreift desto besser. Weil wenn man ein schließen zu spät erkennt und die Knochen ungleich wachsen wirkt sich das natürlich auf den ganzen Bewegungsapparat aus und in diesem Fall speziell auf die Ellbogen.

Das Einzige was wir jetzt machen können ist viel Ruhe geben. Hundeschule, Rumtollen mit anderen Hunden und mir oder längere Spaziergänge sind ein Tabu. Das geht erst wieder wenn die Entzündung weg geht oder Chewy ausgewachsen ist. So schaut es also aus. Nicht toll aber wenn wir weiter brav zur Kontrolle gehen passiert auch nichts was Chewy sein Leben lang beeinflusst. Im Moment humpelt er auch nicht obwohl er seit gestern Mittag keine Schmerztablette mehr bekommen hat. Das ist zumindest ein sehr positiver Anfang.

Wenn man der ganzen Situation etwas Gutes abgewinnen will ist es das, dass wir schon ganz super Nichtstuer sind. Weltmeister im Chillen. Europameister im Schlafen.

Es ist schon irgendwie lustig. Ich habe mir Chewy als Hund ausgesucht. Ich hätte mich damals auch für einen anderen Welpen entscheiden können, aber es war der kleine Räuber den ich wollte. Selbst wenn ich auf das vergangene Monat zurückblicke und mit dem Wissen das ich jetzt habe noch mal vor der Entscheidung stehen würde – es wäre wieder Chewy. Wenn er mir weiter alles nachmacht wird aus dem schwierigen Anfang ein wirklich gutes Ende. So wie das bei mir auch geworden ist.

Es wird sicher alles gut
Es wird sicher alles gut!

 

Werbeanzeigen

Ein Gedanke zu “Am Ende wird alles Gut

  1. Claudia

    das ist genau die richtige Einstellung! find ich super, dass ihr zwei euch nicht unterkriegen lasst!
    klar, es ist echt eine miese Sache, dass das passiert ist – aber man kann es leider nicht ungeschehen machen. und sich darüber ewig lang aufregen oder jammern würde nichts an der Situation ändern. im Gegenteil, es würde dich nur runterziehen und demotivieren.. ich drücke euch die Daumen, dass der beste Fall eintritt! aber so oder so – es wird alles gut werden 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s