Wenn das Grauen einmal klingelt

Still und heimlich schleicht sie sich an. Man ahnt nichts. Doch plötzlich ist sie einfach da. Überfällt einen ohne etwas dagegen machen zu können. Heimtückisch, gerissen, anpassungsfähig und man kann ihr praktisch nicht ausweichen. Sie vereint die Fähigkeiten des Fuchses, der Schlange und des Löwen in sich.

Gestern bin ich noch eine kleine Runde laufen gewesen. Es war herrlich. Regen, gute Luft und voller Energie. Danach noch eine gute Portion Käsespätzle. Ich fühlte mich unbesiegbar. Wie Leonidas und die 299 anderen Spartaner gegen die Perser. Also ein wirkliches unbesiegbar. Ich hab mich ans Fenster gestellt und geschrien:“FREEEEEDOOOM“. Wie einst William Wallace auf der Folterbank. Mir auf die Brust geklopft wie Tarzan und mich unter affenähnlichen Rufen von Laterne zu Laterne geschwungen. Ich umarmte das Leben und das Leben umarmte mich zurück.

Aber mit einem

habe ich nicht gerechnet. Still und heimlich hat sie sich in der Nacht angeschlichen. Als ich wehrlos im Land der Träume war. Ahnungslos hat sie meinen Körper Infiltriert. So gerissen das Tom Cruise noch was für Mission Impossible lernen könnte. Mächtiger als die Perser unter Xerxes. Grausamer als die Folterbank der Engländer.

Die gemeine Haus-Grippe hat mich erwischt.

Das Leben das mich gestern noch umarmte zeigt mir heute die kalte schulter. Leichenblass, abgemagert, unter Schmerzen windend leide ich still vor mich hin. Dem Tode bin ich nah. Falls ich mich nicht mehr melde – ich bin zu schwach … auf …

Männer und kranksein
ich sterbe wirklich!
Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s