Wenn die Zeit eng wird

Manchmal im Leben hat man das Gefühl für nichts mehr wirklich Zeit zu haben. Eine „Verpflichtung“ jagt die andere. Verpflichtungen ist deswegen unter Anführungsstrichen weil man sich manche Dinge auferlegt die man gar nicht tun müsste. Tätigkeiten oder Aufgaben die man gerne macht aber nicht machen müsste. Ich will einfach mal konkreter werden. Ich beschreibe einfach mal einen typischen Tag von mir. Was ich konkret mache und was ich auch noch gerne machen würde.

Zwischen 6 und 6.30 läutet der Wecker. Je nach dem wie ich mich am Abend davor entscheide. Ich ziehe mich an, schnappe mir Chewy und gehe mit ihm runter vor das Haus. Danach mache ich mich fertig für die Arbeit und gehe zwischen 6.45 und 7 Uhr aus der Wohnung. Momentan brauche ich etwas länger da alles im Welpentempo geht. Wobei wir immer schneller werden.

Frühestens um 16 Uhr meistens nicht später als 17 Uhr mache ich mich wieder auf den Heimweg. Wenn kein Arztbesuch oder sonst was wichtiges zu erledigen ist betrete ich um 17.30 wieder meine Wohnung. Damit sind 12 Stunden vom Tag vergangen. Da ich nach dem ganzen Sitzen einen Ausgleich in Form von Sport brauche geht es jetzt zum Laufen oder ins Fitnessstudio. Ja nach dem was gerade am Programm steht dauert das bis 19 oder 19.30 Uhr. Wir haben also gute 13 Stunden vom Tag hinter uns. Dann wird gegessen. Bevor das aber möglich ist muss natürlich erst mal gekocht werden. Wir habe es ca. 20 Uhr.

Irgendwie habe ich was vergessen. Ja klar. Der kleine Räuber will beschäftigt werden. Also erst mal kuscheln, üben, spielen, einfach 100% meiner Zeit mal nur mit ihm verbringen. Wir haben es ca. 21 Uhr. So wie heute auch. Ich gebe Chewy in den Kennel, schalte meinen PC ein und haue in die Tasten um etwas für meinen Blog zu schreiben. Wir haben es 22 Uhr. Es sind 16 Stunden des Tages vergangen. Der PC wird runtergefahren und Chewy noch  mal vor die Türe gelassen. Ich schalte den TV an, lese ein Buch, setze mich ins Wohnzimmer zu meinen Mitbewohnern oder schaue noch eine Serie. Gegen 23 Uhr fallen mir die Augen zu.

Was würde ich an diesem Tag noch gerne machen. Mehr Zeit mir meinen Mitbewohnern verbringen, zusammen Kochen, reden und einfach nur sein. Mehr Zeit mit Chewy verbringen. Mich mit neuen Leuten treffen, oder alte Freunde anrufen. Ich würde gerne einfach mal wieder eine Runde zocken oder mir mein Longboard schnappen und auf die Donauinsel fahren.

Versteht mich nicht falsch. Ich mache das alles. Viele Dinge halt dann am Wochenende oder am Freitag wenn ich früher aus der Arbeit gehe. Aber um das geht es mir gerade eben. Ich MUSS es am Wochenende machen. Anders geht es gar nicht. Natürlich gehe ich nicht jeden Tag Laufen oder ins Fitnessstudio. Gestern war ich mit Flo am Abend noch im Pub. Darum hat es auch keinen Blogeintrag mehr gegeben. Allerdings war ich gestern auch 2 Stunden bei der Tierärztin zur Kontrolle und musste halt lange warten. Gut das ist Pech muss man aber auch nicht jeden Tag. Nein natürlich nicht jeden Tag. Allerdings am Montag war ich bei der Zahnärztin. Ach und Oma sollte man auch noch besuchen.


SCHNITT


Ich will keinen Beitrag darüber schreiben was ich nicht alles mache und wie stressig das Leben ist. Hasse ja nichts mehr als Leute die permanent sagen wie stressig ihr Leben denn nicht sei. Man kommt zu nix. Ja eh! Wir tun halt auch 10 Millionen Dinge die wir nicht tun müssten. Angefangen mit 2 Stunden Facebook am Tag! – Das soll übertrieben klingen. Ich will nur was verdeutlichen.

Ich für mich habe heute beschlossen zu schauen was ist mir wirklich wichtig, was zwingend nötig und was kann ich getrost in die Tonne treten. Bis 17.30 kann ich im Moment nicht viel ändern außer meinen Job schmeißen. Da ich meinen Job aber sehr gerne mache und ihn erst 8 Monate habe, fällt diese Option für mich flach. Also muss ich schauen, dass ich keine Überstunden mache. Wenn welche anfallen, in der gleichen Woche auch wieder abbauen. Ist das nicht möglich mit der Chefin reden. Ich werde für 38,5 Stunden bezahlt und sollte auch nur so viele Aufgaben haben, dass es sich in dieser Zeit aus geht. Später dann will ich auf 35 oder 30 Stunden reduzieren. Aber das wird erst gegen Ende 2015 spruchreif. Das ich dann weniger Geld habe oder auf eine Gehaltserhöhung verzichte nehme ich für mehr andere Zeit gerne in Kauf.

Alles andere ist eine Frage von Prioritäten. Ich muss für mich festlegen wann was wichtig und gut für mich ist.

So. Der Blogeintrag hat sich etwas anders entwickelt als ich ursprünglich geplant habe. Irgendwie bin ich gerade sehr verwirrt. Auf was wollte ich eigentlich hinaus mit diesem Beitrag. Egal. Ich lasse ihn jetzt mal so stehen wie er ist. Morgen lese ich ihn noch mal durch und schreibe einen Beitrag über den Beitrag falls es nötig ist.

Chewy mit Beißkorb in der U-Bahn
habe mich nur verlaufen. gehöre zu einem andren Beitrag

 

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2 Gedanken zu “Wenn die Zeit eng wird

  1. Claudia

    ich finde nicht, dass der Beitrag sehr verwirrt war… im Gegenteil, die Kernaussage ist klar herauszulesen: man sollte seine Zeit am besten so nutzen, wie es einen glücklich macht. das bedeutet Prioritäten setzen, denn alles geht sich halt nunmal nicht aus, wenn man einen Vollzeitjob hat.. also einfach mal vieles davon weglassen, was einfach nur ‚Zeit totschlagen‘ oder eine ’soziale Verpflichtungen‘ etc. ist.
    vor ca. 2 Jahren hab ich auch begonnen, diesbezüglich umzudenken und versuche jetzt wirklich nur noch das zu machen, was ich gerne tue und was für MICH persönlich Sinn macht. social media zum Beispiel befinde ich für sinnlos und sehe das als echte Zeitverschwendung – ganz schön praktisch für mich, denn ich sehe, wie andere Leute damit echt Stunden ihres Tages verbringen, weil sie sich halt so dahintreiben lassen. ich verbringe stattdessen lieber bewusst eine Stunde mit einem Buch, einem Kartenspiel, mit der Playstation oder einer Serie – das ist etwas, das mir Spaß macht und das für mich effektive Entspannungszeit bedeutet 🙂 aber das ist eben für jeden Menschen anders… ist ja auch ok so – wenn jemand stattdessen wirklich Freude an einer Stunde facebook oder twitter hat, sei es ihm gegönnt. wichtig ist nur, dass man die Zeit eben effektiv nutzt und nicht nur verrinnen lässt, ohne sie wertzuschätzen.

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