BARF – ist das so einfach?

Mich fragt eigentlich jeden Tag irgendwer was ich meinem Hund füttere – Royal Canin Maxi Junior. Was Sie Barfen nicht? Sie wissen schon das Trockenfutter nicht so gut ist. Ihr Hund würde sich besser entwickeln wenn Sie Barfen weil es viel natürlicher ist. Artgerecht und so, na Sie wissen schon. NEIN weiß ich nicht!

So erst mal auf Anfang. Bis vor kurzem habe ich BARF noch nie gehört. Es heißt sowas wie „Bones And Raw Foods“ es gibt aber auch andere Bedeutungen. Kurz es geht darum, dass man seinem Hund nur Rohes Fleisch, Knochen und Gemüse füttert.  Trockenfutter oder Dosenfutter fallen komplett weg. Zusammenstellen muss man das ganze Menü dann allerdings selber. Ob die Zusammenstellung richtig ist sieht man wenn das Licht angeht. Oder aus weil der Hund einfach umfällt. Nein natürlich nicht. Aber ein gewisses Risiko besteht da sicher. Allerdings schaffe ich es ja auch ausgewogen zu essen, wobei ich wenn möglich auf Fleisch verzichte. Aber gut ich bin ja auch kein Hund. Das gleiche gilt auch für den Hund. Einfach schauen, dass es ausgewogen ist – ca. 2/3 Fleisch/Knochen und 1/3 Gemüse. Wobei man das Gemüse Pürieren muss. Da frage ich mich wie das Wölfe machen. Packen die den Bosch Pürierstab aus bevor sie was fressen? Naja so viel zu natürlich und artgerecht…

Vielleicht merk man, dass ich ein wenig skeptisch bin. Das mein Hund am besten Fleisch und Knochen frisst ist mir Sonnenklar. Früchte erschließen sich mir auch noch. Die muss man ja schließlich, soweit ich weiß, nicht pürieren. Das Gemüse aber schon? Können Hunde wirklich keine Nährstoffe rausholen wenn es nicht püriert ist? Mir kommt das komisch vor.

Für mich stellt sich eine ganz einfach Frage. Ist es den Aufwand wert? Ist es wirklich so viel besser als alle möglichen Arten von Trockenfutter? Es gibt doch sicher Trockenfutter Hersteller die ein wirklich gutes Produkt herstellen. Oder überwiegt BARF immer? Das Problem ist, dass ich keinen großen Tiefkühler habe und auch keinen anschaffen werde nur um Fleisch darin aufzubewahren. Wenn dann habe ich maximal Platz für eine Woche. Maximal. Eher weniger. Sprich ich brauche immer frischen Nachschub. Gut das dürfte in Wien nicht das Problem sein.

Ich glaube man sieht es gibt da schon das eine oder andere zu bedenken wenn man Barfen will. Schlussendlich frage ich mich ob es wirklich ein so großer Unterschied ist, dass sich das alles lohnt. Weil wenn ich mit Leuten spreche die Barfen sagen die natürlich ja. Müssen es auch rechtfertigen warum sie das machen. Leute die es nicht machen sagen nein. Gutes Trockenfutter passt auch. Dann gibt es noch die die einem sagen was man nicht alles bedenken muss bei diesem und jenem. Oh man ist es wirklich so verzwickt oder machen wir es nur so.

Ich werde die Woche noch überlegen und lesen und dann entscheiden. Weil lange haltet der Vorrat an Royal Canin Maxi Junior nicht mehr.

 

Werbeanzeigen

3 Gedanken zu “BARF – ist das so einfach?

  1. Claudia

    meine persönliche Meinung ist, dass das Barfen (toller Name übrigens für alle, die Englisch verstehen – wer sich das bloß ausgedacht hat ;)) nicht unbedingt notwendig ist. vielleicht wäre es die beste Variante – aber die Hunde heutzutage sind in so vielen Bereiche anders als Wölfe, dass ich dieses Argument für ein wenig übertrieben halte. ich glaube ja, dass ein gutes Trockenfutter (z.B. von Marken wie Magnusson oder Wolfsblut) ausreicht, vor allem, wenn man dort auch selbst noch Dinge unterrührt wie geriebene Karotten, Milchprodukte usw. – das ist schon recht ausgewogen! und auch viel praktischer und preisgünstiger, denn ganz ehrlich, nur rohes Fleisch füttern geht schon ordentlich ins Geld… ist ein Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte.

    PS: bzgl. Wölfe & Gemüse könnte die Erklärung folgende sein – Wölfe haben sich das eventuell wirklich in ‚pürierter‘ Form geholt, da sie, wenn sie ihre Beutetiere (Pflanzenfresser) gerissen und deren Mageninhalt gefressen haben, dort ja bereits halb zersetzte und breiige Nahrung vorgefunden haben. das Pürieren der freien Wildbahn sozusagen 😉

  2. ja, dass haben mir jetzt schon mehrere leute gesagt mit dem mageninhalt der beutetiere. eh logisch wenn man so nachdenkt.

    ja ich sehe das so wie du mit dem Barfen. Werde es sicher mal machen aber vielleicht echt erst wenn auch ich die zeit dafür habe.

  3. Pingback: Du bist was du Isst | Chewy and Me

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s