Viel Lärm um nichts?

Lange nichts mehr geschrieben. Das hat mehrere Gründe. Mein letzter Beitrag war ja Chewy geht es nicht so gut!Danach ist viel passiert und ich hatte keine Zeit seither für ein Update. Aber alles der Reihe nach. Erst einmal möchte ich für die ganze Anteilnahme Danken – für die Mails, Nachrichten, Kommentare, Anrufe, usw. Es ist wirklich schön wenn man so viel Feedback und Unterstützung bekommt. Leider hatte ich nicht die Zeit jedem einzeln zu danken! Alle die ich vergessen habe an dieser Stelle: Danke – von Herzen!

Vorweg, Chewy geht es wieder besser bzw. sehr gut. Er humpelt zwar noch leicht aber das ist nicht so tragisch und dem Magen scheint es auch wieder gut zu gehen. Wenn ihr euch jetzt Fragt, wovon redet der bitte dann hier die ganze Geschichte.

Am Donnerstagabend hat Chewy aus mir unerklärlichen Gründen zum Humpeln begonnen. Da es am Freitag nicht besser war bin ich am Nachmittag zu meiner Tierärztin, Clarissa Udvardi, gefahren. Das habe ich aber alles im Beitrag Bad News for Chewy geschrieben. Kurz gesagt an diesem Tag konnte sie mir keine klare Diagnose stellen weil das bei einem Welpen der recht wild und unruhig ist fast unmöglich ist. Beides war Chewy an diesem Tag. Da er auf Druck immer reagiert hat ist sie eine Entzündung vermutet und Chewy ein entzündungshemmendes Schmerzmittel gegeben und einen Magenschutz. Mit dem Hinweis Chewy könnte erbrechen und ich soll mich melden wenn was ist hat sie mich Heim geschickt. Der nächste Termin zur Kontrolle wäre dann Heute gewesen.

Allerdings hat Chewy in der Nacht von Freitag auf Samstag sehr oft erbrochen. Daher bin ich dann lieber in die vetmeduni Klinik in 2200 Wien gefahren. Einfach um auf Nummer sicher zu gehen. Meine Ärztin war zu der Zeit leider noch nicht erreichbar. In der Klinik haben sie Chewy dann erst einmal auf Parvovirose getestet. Das war negativ. Dann habe ich mit der Ärztin geredet und diese meinte, dass das erbrechen von allem kommen kann bei einem Welpen. Auch von einem verschlucktem Gegenstand. Sie würde mir daher empfehlen einen Ultraschall zu machen. Natürlich habe ich eingewilligt. Wo ich doch schon mal da bin. Also sind sie mit Chewy weg und eine Stunde später wieder gekommen. Die Ärztin meinte sie haben mit dem Ultraschall einen spitzen ca. 2 cm langen Metallgegenstand im Magen gefunden und zur Sicherheit auch noch ein Röntgen gemacht. Das sich der Fremdgegenstand im Magen befindet hat sie als sehr wahrscheinlich aber nicht als 100% bezeichnet. Es wäre aber lebensbedrohlich für Chewy wenn es so ist. Da sich der Fremdgegenstand noch im Magen befindet könnte man ihn endoskopisch entfernen – unter Vollnarkose. Wenn ich das will kostet das zwischen 800 und 1000 Euro. Lebensbedrohlich? Nein will ich natürlich nicht! Hallo? Was geht natürlich will ich, dass das gemacht wird. Nach einer Anzahlung und der Unterschrift das ich die Risikos kenne haben sie mich heimgeschickt. Das ganze wird dauern meinten sie. Heulend wie ein Schlosshund habe ich mich auf den Heimweg gemacht. Nicht wissend was da jetzt passiert. Sehe ich Chewy wieder. Ich war echt am Ende!

Am Samstag um 16.30 Uhr, 5,5 Stunden nachdem ich heim gefahren bin, kam ein Anruf das Chewy noch in Narkose ist. Sie haben keinen Gegenstand im Magen gefunden aber eine seltsame Stelle von der sie gerne eine Biopsie machen wollen. Ob das für mich in Ordnung geht? Klar geht das in Ordnung jetzt seits eh schon drinnen in ihm! Man da habe ich mich echt schon gefragt. Weitere 3 Stunden später kam dann erneut ein Anruf das ich Chewy holen kann. Ihm geht es schon wieder sehr gut. Man vermutet aber nach einem zweiten Ultraschall, dass der Gegenstand schon im Darm ist. Was? Ach und er darf heim? Im Darm ist es nicht mehr Lebensbedrohlich. Antwort war ich soll ihn gut beobachten und den Kot untersuchen. Das Ergebnis der Biopsie bekomme ich im Laufe der Woche. Auf meine Frage ob sie jetzt überhaupt was wegen dem Humpeln gemacht haben war die Antwort – nein das macht doch eh die Tierärztin. Danke, dass ich 1000 Euro zahlen darf für so eine Antwort.

Ich war einfach nur froh, dass ich Chewy wieder hatte. Auch wenn ich nach wie vor keine Ahnung hatte was denn jetzt wirklich los ist. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Samstag 23 Uhr und ich hatte Seit Freitag 6 Uhr nicht mehr geschlafen. Bis ich dann runter gekommen bin war es 1 Uhr in der Früh. Chewy und ich waren also echt am Ende unserer Kräfte. Am Sonntag haben wir dann nur gerastet und es schien ihm wieder sehrt gut zu gehen. Weder erbrechen noch humpeln. Nach seinen narrischen 5 Minuten hat er leider wieder etwas gehumpelt aber bei weitem nicht mehr so wie noch am Donnerstag oder Freitag. 

Heute Montag bin ich dann nach der Arbeit zur Tierärztin. Ihr hat es nach dieser Geschichte mal ordentlich die Sprache verschlagen. Clarissa hat sich gleich den Befund kopiert und wird mit der behandelten Ärztin auf der vetmeduni einmal reden was da alles passiert ist. Sie findet das alles sehr seltsam. Jedenfalls hat sie sich Chewy noch mal genau angeschaut und ich habe ihr noch mal alles sehr genau beschrieben. Da alles viel besser geworden ist, tippt sie beim Bein auf eine Muskelzerrung oder eine Verstauchung. Bei einem Welpen ist das immer schwer zu sagen. Jetzt bekommt er Traumeel, ein Homöopathisches Mittel, gegen solche Beschwerden. Um auf ganz sicher zu gehen wird er am Montag auch noch von einem sehr guten Physiotherapeuten durchgecheckt. Einfach um absolute Klarheit zu bekommen. Wobei sie sicher ist das es nichts weiter ist. Bin aber froh das sie das für mich Organisiert. Sie hat auch gemeint, dass dieses Häufige erbrechen sicher nicht nur vom Medikament gekommen ist und es gut war das ich nicht abgewartet habe sondern gehandelt. Was dann da passiert ist kann ja keiner im Voraus ahnen. Sie vermutet, dass er vielleicht schon einen empfindlichen Magen hatte und es mit dem Medikament trotz Magenschutz einfach dann dazu gekommen ist. Sie wird sich auch um das Ergebnis der Biopsie kümmern. Auch da vermutet sie, dass das nichts tragische ist sondern eben von einer Überreizung kommt. Da Chewy so ein Staubsauger ist kann schon gut sein das er was verspeist hat das sich mit dem Medikament nicht ganz so vertragen hat. Tja im Nachhinein ist man immer klüger…

Der Ganze Tumult am Wochenende war also mehr als unnötig. Er hat nur  viel Kraft und Geld gekostet. Allerdings habe ich drei Lektionen gelernt. Erstens, ich werde so schnell nicht mehr aus der Ruhe zu bringen sein und ich habe jetzt mehr Tipps für gute Kliniken und Ärzte in Wien als wir hoffentlich brauchen werden. Eine zweite Lektion ist – eine Versicherung Zahlt sich aus. Selbst wenn sie nur bezweckt das der Hund nie was hat! Die dritte Lektion ist, obwohl ich Chewy erst so kurz habe würde es mir das Herz brechen wenn ihm was zustößt! Es war so leer ohne ihn.

Wenn das Bein ganz verheilt ist gibt es einen Ausflug in die Lobau als Belohnung! Chewy und ich freuen uns schon drauf. Fotos gibt es dann natürlich auch viele.

Chewy und ich entspannen am Sonntag
Chewy und ich entspannen am Sonntag
Chewy schläft und meine Hand auch - nur die Hand
Chewy schläft und meine Hand auch – nur die Hand
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Ein Gedanke zu “Viel Lärm um nichts?

  1. Claudia

    puh, das klingt ja wirklich nach einer ganz komischen Sache… der arme Chewy, was der jetzt alles mitmachen hat müssen! und du natürlich auch 😦 die Ungewissheit ist immer das Schlimmste.
    die Kosten finde ich aber auch ganz schön wahnsinnig! dabei haben die im Endeffekt ja eh nichts gemacht, wenn das Ding dann auf einmal im Darm war… so eine Klinik ist ja die reinste Abzocke.
    hast du denn eine Krankenversicherung für ihn abgeschlossen gehabt? zahlen die das jetzt eh bis auf einen Selbstbehalt? ich hab von bekannten Hundebesitzern immer wieder gehört, dass die Versicherung sich im Ernstfall eh immer rausredet… :/

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