Warum ich einen Hund habe

Ich stelle mir gerade die Frage warum ich einen Hund habe? Warum tue ich mir das an? Seit einem Monat jeden Tag um 6 Uhr oder früher aufstehen. Jeden Tag die Verantwortung für ein Lebewesen zu haben. Jeden Tag zu wissen ich kann nicht nur das tun was ich will. Jeden Tag unzählige Male das gleiche machen, mit der Welpe seine Lektionen lernt. Warum mach ich das? Warum habe ich mir kein Moped gekauft? Das könnte ich abstellen wenn ich nicht mehr will. Verantwortung hält sich in Grenzen und die Kosten sind ca. die Gleichen. Vor allem aber gibt mir das Moped Freiheit. Hin zu fahren wo ich hin will. Etwas zu machen wann und wie ich will.

Bin ich ein riesen Idiot? Mit Sicherheit! Aber einer der sich bewusst dazu entschieden hat. Klar ist es eine unglaubliche Belastung. Gerade wenn man nebenbei auch noch Vollzeit arbeitet. Im Moment weiß ich echt nicht wo mir der Kopf steht. Chewy und forder im Moment alles was ich an Kräften habe und die Arbeit stapelt sich am Schreibtisch. Alles für sich nichts schlechtes nur die Summe überwältigt ein wenig. Eigentlich müsste ich sagen es war eine gewagte Entscheidung die mich im Moment überfordert. Zum Glück sind Momente nur Momente und die vergehen meist schnell.

Aber wisst ihr was wirklich entschädigt für jeden einzelnen anstrengenden Moment? Wenn ich für 5 Minuten aus dem Büro gehe und wenn ich zurück komme freut sich Chewy wie ein Schneekönig das ich wieder da bin. Oder ich in der Früh den Kennel auf mache und Chewy nach Aufforderung wie ein irrer mit dem ganzen Körper wedelt das ich auch endlich wach bin. Ich ihm hundertmal etwas Zeige und er es beim 101 Mal versteht. Das sind Momente in denen ich weiß. Ja es war und ist die richtige Entscheidung.

Alles was mich jetzt Kraft kostet und ich investiere mache ich für einen tollen Hund der mir jeden einzelnen Tag unglaublich viel Freude bereitet. Chewy wird da sein wenn andere schon wieder gegangen sind. Egal wie viel Jahre vergehen, er wird sich jedes Mal wie ein irrer freuen wenn ich wieder komme. Dafür lohnt es sich ein wenig Kraft zu opfern auch wenn es einem im Moment zu überwältigen droht. 

Chewy pinkelt
hey wegschauen!
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Ein Gedanke zu “Warum ich einen Hund habe

  1. Claudia

    ganz rational betrachtet sind wir Hundeliebhaber ja auch wirklich ziemliche Idioten… 🙂

    aber wie du schon sagst, es gibt dann diese Momente, wo man weiß, es war trotzallem die richtige Entscheidung und die machen alles wieder wett. es hat etwas sehr Erfüllendes, so ein Lebewesen an seiner Seite zu haben!
    außerdem muss man sich ja auch vor Augen halten, dass es nur am Anfang so anstrengend ist – wenn man dann mal die Grunderziehung abgeschlossen hat, ist man im Besitz eines tollen Hundes, auf den man sich verlassen kann und der einen durch dick und dünn begleiten wird – sein restliches Hundeleben lang. und das ist dann schon ein Wahnsinn 🙂
    es wird sicher immer wieder Momente geben, in denen man sich überfordert fühlt und einem mal alles zu viel wird, das ist ganz normal (und passiert Nicht-Hundebesitzern genauso).. da muss man sich dann einfach all das Schöne vor Augen halten und dann vergehen diese Tiefpunkte auch wieder.

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